Okt 29 2009

Ingo Breuer

Frau Bischöfin?

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Gestern wurde eine Bischöfin zur Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland gewählt. Wir müssen uns fragen, ob die Menschen heute noch wissen, wie sie in Gottes Haus wandeln sollen, „welches ist die Gemeinde des lebendigen Gottes, ein Pfeiler und eine Grundfeste der Wahrheit“ (1. Tim 3:15)? Da Gott nicht ein Gott der Unordnung sondern des Friedens (1. Kor. 14.33) ist, gibt es im Neuen Testament für die christliche Gemeinde eine Ordnung. Wenn man diese Anordnungen des Herrn beherzigt, hat man den Verdacht, daß das, was heute in vielen Kirchen veranstaltet wird, nicht gültig ist.

Einem Weibe aber gestatte ich nicht, daß sie lehre, auch nicht, daß sie des Mannes Herr sei, sondern stille sei. Denn Adam ist am ersten gemacht, darnach Eva. Und Adam ward nicht verführt; das Weib aber ward verführt und hat die Übertretung eingeführt. 1. Tim. 2:12-14.

Das ist gewißlich wahr: So jemand ein Bischofsamt begehrt, der begehrt ein köstlich Werk. Es soll aber ein Bischof unsträflich sein, eines Weibes Mann, nüchtern, mäßig, sittig, gastfrei, lehrhaft, nicht ein Weinsäufer, nicht raufen, nicht unehrliche Hantierung treiben, sondern gelinde, nicht zänkisch, nicht geizig, der seinem eigenen Hause wohl vorstehe, der gehorsame Kinder habe mit aller Ehrbarkeit, so aber jemand seinem eigenen Hause nicht weiß vorzustehen, wie wird er die Gemeinde Gottes versorgen?); Nicht ein Neuling, auf daß er sich nicht aufblase und ins Urteil des Lästerers falle. Er muß aber auch ein gutes Zeugnis haben von denen, die draußen sind, auf daß er nicht falle dem Lästerer in Schmach und Strick. 1. Tim. 3:1-7.

In einer ordentlichen neutestamentlichen Gemeinde werden also keine Frauen ordiniert. Im Neuen Testament lesen wir von keiner Frau im Aufseherdienst der Gemeinde. Die Frauen haben in der christlichen Gemeinde eine wichtige Rolle. Sie sind vorrangig Helfer, Diener und für sozial-caritative Aufgaben zuständig.

  • Denken wir an Tabitha in Apg. 9:36-43. Sie zeichnete sich aus durch ihre guten Werke und ihre Wohltätigkeit. Sie machte Röcke und Kleider.
  • Denken wir an Maria in Lk. 10:39, die sich zu Jesus Füßen setzte und seinem Wort zuhörte. Jesus honorierte dies sogar noch mehr als die Arbeit der Martha (Lk. 9:41,42).
  • Denken wir an die Frauen, die Jesus nachfolgten und „ihm dienten mit ihrer Habe“ (Lk. 8:1-3), während Jesus von Dorf zu Dorf ging und predigte.
  • Denken wir an die Frau, die Jesus salbte zum Begräbnis (Mt. 26:6-13). Sie war sich wohl eher des herannahenden Kreuzestod bewußt als die anderen Jünger.
  • Maria Magdalena und die anderen Frauen sahen zuerst den auferstandenen Heiland, während die Apostel noch nicht so recht glaubten. Dies beweist ihre Hingabe und Liebe zu Jesus. Daraus leiteten sie aber keine Machtansprüche ab für die kirchliche Karriereleiter.
  • Denken wir an die Mutter und Großmutter von Timotheus, die einen ungeheuchelten Glauben hatten (1. Tim. 1:5) und dazu beitrugen, daß der junge Timotheus von Kindheit auf, die heilige Schrift kannte (1. Tim. 3:15). Heute müssen unsere Kinder ebenso zur heiligen Schrift angeleitet werden und nicht zu Fernseher, Sport und Videospiele.
  • Denken wir an die Frauen und speziell Witwen, die sich durch die Eigenschaften auszeichnen, die in 1. Timotheus 5:5-10 gelistet sind. Hier wird wieder die Begabung der Frau für das Häusliche und das Sozial-Caritative betont, aber nichts vom Leitungsamt oder Predigtdienst.
  • In Apg. 16 lesen wir von Lydia, die eine Beterin war und Gastfreundschaft üben wollte gegeüber Paulus und seinen Mitarbeitern.
  • Denken wir an die Liste von Frauen, die Gott dienten, indem sie ihren Gemeinden dienten und die reisenden Missionare und Apostel auf den Weg brachten (Römer 16 und 2. Joh.).

Wir sehen also , daß die Frauen ihre rechtmäßige Stellung in der christlichen Gemeinde haben. Deshalb ist die christliche Gemeinde kein Ort für die heidnische Ideologie des Feminismus oder des weltlichen Geschlechterkampfes, wie etwa in der Politik und der Wirtschaft. Hier zeigt sich klar, daß die evangelische Landeskirche von der Reinheit des Evangeliums abgewichen ist und der Glaube Schiffbrauch leidet. Wer die Fakten der Bibel kennt, der kann doch kein rechtschaffenes Herz vor Gott haben, wenn er/sie diese Fakten in Lehre und Praxis einer Kirche leugnet. Hier machen es viele Freikirchen besser, indem sie einfach Gott gehorchen anstatt dem Zeitgeist.

Wer rechte Ehrfurcht vor Gott hat, kann einfach keine Bischöfin ernennen. Die „Bischöfin“ sucht nach eitler Ehre und läßt sich ihrer wahren Berufung und gottgewollten Aufgabe berauben. Wir müssen darau achten, daß wir das tun, was uns bei Gott Ehre bringt und nicht nur Ehre bei Menschen (Joh. 12:43). Wir müssen das tun, was uns Freundschaft bei Gott und nicht den Applaus der Welt einbringt (Jak. 4:4). Jesus warnt uns davor: „Was hoch ist unter den Menschen, das ist ein Greuel vor Gott.“ Lukas 16:15.

Der Herr Jesus berief 12 Apostel und keine ApostelInnen. Der Herr Jesus lehrt den Unterschied zwischen Mann und Frau – gleichwertig aber nicht gleichartig. Bei Jesus gab es kein Gender Mainstreaming und keine Quotenapostelinnen.

Der Grund warum das weltliche Konzept des Geschlechterkampfes nichts verloren hat in christlichen Beziehungen und Gemeinden ist folgender:

  1. Wer sich am Geschlechterkampf beteiligt, hadert mit dem Schöpfer. Gott der Schöpfer ist der Designer und Entwerfer des Menschen. Wer sich am Geschlechterkampf beteiligt, der kann sich selbst nicht so annehmen, wie Gott ihn geschaffen hat. Jesus sagt, daß der Mensch als Mann und Frau geschaffen ist. Die Beziehung zwischen Christus und Gemeinde ist das Vorbild der Beziehung von Mann und Frau (Eph. 5:22-33). Die Gender Mainstreaming-Ideologie ist vergleichbar mit einem Tontopf, der den Töpfer verklagt und fragt: „Warum hast du mich so gemacht?“ Jesaja 45:9!
  2. Geschlechterkampf beruht auf den Sünden Neid, Streit, Lust, Eifersucht, die miteinander verbunden sind. Diese Sünden verursachen Kriege und auch sehr viele gesundheitlichen Schäden durch Stress. Lesen Sie einmal, wie Gott darüber nachdenkt in Römer 13:13,14. Somit ist Geschlechterkampf ein Werk der Finsternis. Jakobus 3:13 bis 4:1-5. Gal. 5:26. Geschlechterkampf ist also ungeistlicher, fleischlicher Wandel. Wer sich daran beteiligt, dämpft und betrübt den Heiligen Geist.

Heute ist also nicht der Tag der evangelischen Frauen, wie es behauptet wird. Erst recht nicht, wenn mit kirchlichem Beratungsschein Kinder im Mutterleib getötet werden und Frauen nicht recht über die schlimmen seelischen und gesundheitlichen Folgen informiert werden. Evangelisch ist das, was uns im Evangelium vermitttelt wird. Die evangelische Kirche an sich beruht auf dem Werk, das Gott durch einen Mann wie Luther in der Reformation ausgelöst hat und im Pietismus unter Zinzendorf, Bengel, Francke usw. bekräftigt hat. Dies kann nicht der Tag der evangelischen Frauen sein, denn biblische Prinzipien werden weiterhin mit Füßen getreten.

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