Okt 17 2009

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Ingo Breuer

Kopftuchmädchen

Abgelegt 08:31 unter Zeitgeschehen

Ein Vorstandsmitglied der Bundesbank beklagte sich kürzlich über die mohammedanische Bevölkerung Berlins, die “ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert”.


Die sozialen Probleme in Berlins Stadtteilen lassen sich sicher nicht mit solchen Sprüchen abbessern. Hier hilft nur Evangelisation und Mission mit systematischer Unterweisung in biblischen Lebensprinzipien. Ohne die innere Erneuerung, die durch Glauben an Jesus Christus kommt, und dem beständigen Wandel nach Gottes Befehlen und Geboten, wird sich da nichts tun. Selbst die Einführung eines milden Religionsunterrichts, der wenigstens Grundzüge des christlichen Glaubens lehren könnte, wurde von links-humanistischen Kräften niedergepfiffen. Wer ein Problem hat, der sollte nicht die Lösung boykottieren.

Lieber Kopftuchmädchen als laszive Gören
Es ist heuchlerisch, wenn sich jemand über mangelhaft integrierte “Kopftuchmädchen” beschwert, aber schweigt, wenn die angeblich aufgeklärten, integrierten Möchtegern-Models provokativ und sittenlos gekleidet sind. Hier ist schon das Problem, daß Menschen sich selbst nicht akzeptieren können, weil sie Gottes Design für den Menschen nicht akzeptieren wollen. Jungen und Mädchen sollen danach trachten, echte Männer und Frauen zu werden. Sie sollen untereinander schlicht und natürlich sein.

Prinzip

Viele Menschen müssen wieder ganz neu lernen, was anständige Kleidung ist.

“Ebenso [will ich] auch, daß sich die Frauen in ehrbarem Anstand mit Schamhaftigkeit und Zucht schmücken, nicht mit Haarflechten oder Gold oder Perlen oder aufwendiger Kleidung, sondern durch gute Werke, wie es sich für Frauen geziemt, die sich zur Gottesfurcht bekennen. 1. Timotheus 2:9,10.

Anstand
Anständige Kleidung bedeutet, daß die Kleidung den Körper bedeckt und nicht zur Schau stellt. Die Kleidung soll das Auge der Mitmenschen auf das Angesicht lenken und nicht auf andere Regionen des Körpers. Hinter der provokativen und körperbetonten Kleidung steckt oft Stolz, Eitelkeit und Rebellion. Die Kleidungsweise ist also nur Ausdruck des Herzens. Was aus dem Herzen des Menschen kommt, verdirbt den Menschen.

Liebe
Anständige Kleidung bedeutet nicht häßliche Kleidung. Wahre Schönheit reflektiert Gottes Heiligkeit. Anstand hat mit Liebe zu tun, denn die Bibel sagt uns: “Die Liebe prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf; sie ist nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihre …” 1. Korinther 13:4,5. Wessen Kleidungsstil von Selbstdarstellung, Stolz oder Rebellion geprägt ist, zeigt also Lieblosigkeit. Anstand ist Ausdruck der Liebe. Es ist also anstandslos, wenn Kleidung nachgefragt wird, die nur die Lust der Augen und die Lust des Fleisches provoziert.


Kleidung sagt es für uns
Kleidung ist wirklich zu einer Festung Satans (2. Kor. 10:3-5) geworden. Hier müssen wirklich jede Menge falsche Vernunftschlüsse zerstört werden. Anstatt uns über “Kopftuchmädchen” aufzuregen, müssen wir unsere gerechte Empörung über Tätowierungen und gottlose Bekleidung bekunden, die den Körper entblößt, wenn man sich bückt. Die “Bauch-fei”-Bekleidung ist ein Ausdruck mangelnder Schamhaftigkeit. Die gottlose Ideologie des Gender Mainstreaming, die sich gegen die Schöpfungsordnung Gottes auflehnt, übt auch die Herrschaft über die Kleiderschränke aus. Als ich in den USA lebte, war ich sehr froh, daß sich viele Christen klar mit den biblischen Prinzipien zum Thema Kleidung auseinandersetzten und Gemeinden auch gewisse Regeln und Standards entwickeln. Es ist sehr gut, daß in vielen Gemeinden darauf wert gelegt wird, daß Frauen feminin und Männer maskulin gekleidet sind. Kleider und Röcke sind die typische Kleidung der Frau. In der Sonntagsschule werden konkret die Bibelstellen behandelt, die uns mitteilen, daß es eine Unehre für einen Mann ist, langes Haar zu tragen, wohingegen es für eine Frau eine Ehre ist. 1. Kor. 11:13-16. Dieses Wissen muß heute systematisch und flächendeckend vermittelt werden. Leider sind viele Gemeinden noch nicht dazu durchgedrungen, weil es so einen starken Sog zum Kompromiß mit Weltlichkeit gibt.

Das Kopftuch bei Christen
Auch bei vielen christlichen Gemeinden wird es weiterhin praktiziert, daß die Frauen ein Kopftuch tragen. “Darum soll die Frau ein Zeichen der Macht auf dem Haupt haben, um der Engel willen” 1. Kor. 11:10. Der Mann, der sein Haupt beim Beten oder Weissagen bedeckt, schändet sein Haupt. Die Frau, die ihr Haupt nicht bedeckt, schändet ihr Haupt. Deshalb gilt für den Mann: Hut ab! Letztlich ist das rechte Verhältnis von Mann und Frau ein Abbild der Beziehung von Christus zur Gemeinde bzw. von Gott zu den Engeln. Wir alle kenen die Szene aus Jesaja 6, wo sich die Seraphim mit den Flügeln bedeckten in der Gegenwart des Herrn. Können wir jetzt endlich verstehen, wir wir Gott erzürnen mit der gegenwärtigen Kultur der Nacktheit, die wir z. B. in Köln alle 50 Meter auf Werbeplakaten in der Innenstadt sehen?


Christen handeln falsch, wenn sie Mitgeschwister verachten, die zu Gemeinden gehören, die beim Thema Kleidung höhere biblische Standards haben. Auch ist es nicht klug, diejenigen zu verspotten, die z. B. eine Kopfbedeckung als Ordenskleidung tragen. Geistlicher Neid ist eine furchtbare Sünde. Sie führte zum ersten Mord (Kain und Abel). Freuen sie sich vielmehr über den Segen, den die anderen empfangen, wenn sie mit Freude tun, was Gott wohlgefällt. Es ist nicht unsere Aufgabe, Mitmenschen in den Schlamm der Sünde (1. Pe. 4:1-4) zu integrieren, sondern sie in Gottes Programm der Heiligung zu integrieren.

Kleine Hausaufgabe
Lesen Sie im Buch Sprüche Kapitel 5 bis 9 und 31!
Wie war die Frau Torheit gekleidet?
Was hat sie gemeinsam mit heutigen Trends?
Mit wem sollen sich Christen identifizieren?

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