Nov 07 2009
3. November 2009 – Ein unheilvoller Tag für Europa
Ein unannehmbares Urteil,
ein unannehmbarer Vertrag.
Der ungerechte Vertrag
Es sind Finsternisse entstanden, als der Herr Jesus gekreuzigt wurde. Die 9. Stunde war die Todesstunde des Herrn, d. h. um 15 Uhr. Es ist kein Zufall, als der tschechische Staatschef Vaclav Klaus am Dienstag sagte: “Ich gebe bekannt, dass ich den Lissabon-Vertrag heute um 15.00 Uhr unterschrieben habe.” Nach monatelangem Zögern und Verhandeln setzte der Euroskeptiker am Dienstag seine Unterschrift unter das Vertragswerk, das – im Gegensatz zum deutschen Grundgesetz – keinen Bezug zu Gott hat und die EU zu einer zentralen Verwaltungsdiktatur ermächtigt, die sich aufgrund der neuen “ausschließlichen Zuständigkeiten” tiefgreifend in die nationalen Angelegenheiten der Einzelstaaten einmischen kann. Vaclac Klaus kommentiert ganz richtig: “Mit dem Inkrafttreten des Lissabon-Vertrages hört die Tschechische Republik auf, ein souveräner Staat zu sein.” Am 3. November starb in Europa ein Stück Freiheit und Unabhängigkeit, und die düpierten Massen beklatschten ihre eigene Entrechtung. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) spricht von einem “guten Tag für Europa”. Das klingt schon makaber, wenn jemand so wirklichkeitsfremd ist.
Das ungerechte Urteil
Ausgerechnet an diesem Dienstag, den 3. November verkündigt der Europäische Gerichtshofs für Menschenrechte in Straßburg ein Kruzifix-Urteil. Demnach verletzen die in Italiens Schulräumen angebrachten Kruzifixe die Menschenrechte. Im am Dienstag veröffentlichten Urteil heißt es, das obligatorische Anbringen des Symbols einer bestimmten Glaubensüberzeugung in Klassenzimmern beschränke unzulässig das Recht der Eltern, ihre Kinder in Übereinstimmung mit ihren Überzeugungen zu erziehen, sowie „das Recht der Kinder, zu glauben oder nicht zu glauben“. Die Alarmglocken läuten, wenn ausgerechnet das linksliberale EU-Regime auf einmal von den “Rechten der Eltern” spricht. Das ist blanker Hohn. Die Rechte der Eltern werden in diversen EU-Staaten mit Füßen getreten, weil Eltern systematisch daran gehindert werden, den christlichen Glauben ihren Kindern weiterzugeben. Linksliberale Familienhasser reduzieren die Weltbevölkerung, indem sie die Eltern nur noch als Zahlvater/-mutter brauchen, aber für die geistig-moralische Entwicklung gibt es verpflichtend ganztags staatliche Fremdbetreuung von Kita über Kindergarten bis Schule. Das widerstrebt den natürlichen Empfindungen der Liebe (2. Tim. 3:3). Wieviel Schmerz und Kummer müssen Eltern erleiden, wenn ihre eigenen Kinder in verpflichtender Fremdbetreuung entfremden. In einer freien Gesellschaft handeln die Schulen nur im Auftrag der Eltern. Heute bleiben die Eltern außen vor. Wenn sie widersprechen, gibt es Beughaft, Behördenterror oder Sorgerechtsentzug.Der Rechte der Eltern werden in Deutschland außerdem noch durch die staatlich geförderte Sexualisierung an Schulen verletzt. Wer wirklich wissen will, was die “Rechte der Eltern” sind, muß sich die vatikanische Charta für Familienrechte durchlesen.
Verlust der Identität
Der Tag wird kommen, an dem sich die Europäer wünschten, sie hatten nicht über die Iren gespottet, als sie “NEIN” sagten beim Referendum über den Lissaboner Vertrag. Sie werden sich wünschen, sie hätten Professor Schachtschneieder und Peter Gauweiler von der CSU ernst genomen, als sie gegen den Lissaboner Vertrag klagten beim Bundesverfassungsgericht. Die konservativen EU-Skeptiker werden stets belächelt, aber den Europäern wird das Lachen bald vergehen, wenn nämlich die Brüsseler Verwaltungsdikatur einen rauheren Ton wählt und mit eisernem Regiment den Vorrang von EU-Recht auf Biegen und Brechen durchsetzt. Am 3. November haben die Europäer einen kleinen Vorgeschmack davon bekommen. Die Unterschrift von Vaclav Klaus war noch nicht trocken, da kam auch schon die erste Machtdemonstration der neuen EU. Diese EU hat sich losgesagt vom christlichen Erbe Europas. Das Urteil gegen die Kruzifixe in Italiens Schulräumen ist eine Kampfansage gegen dieses christliche Erbe und die nationale Identität der europäischen Völker. Die italienische Bildungsministerin sagt mit Recht: “Niemandem, und schon gar nicht einem ideologischen europäischen Gericht, wird es gelingen, unsere Identität zu unterdrücken.” Ein Vatikansprecher kommentiert: „Dieses Europa des dritten Jahrtausends nimmt uns die wertvollsten Symbole weg und lässt uns nur noch die Kürbisse des Halloween-Festes.“ Wenn man die italienische Situation als Präzedenzfall nimmt, dann ist es durchaus denkbar, daß die EU auch Anstoß an den religiösen Feiertagen in Deutschland nimmt. Sollten dann nicht auch alle Feiertage europaweit normiert werden und rein säkular definiert werden? Da sich die EU anmaßt, eine “Wertegemeinschaft” zu sein, muß sie ja auch entsprechend ihre Werte feiern. Die Anzahl der Feiertage wird die EU wohl reduzieren müssen, um die Steuereinnahmen zu erhöhen, und die Globalisierung kennt keine Ruhetage – nur W€rktag€. Wer nicht den normierten Werten der EU entspricht, muß mit Sanktionen rechnen. Der Lissaboner Vertrag ist die Grundlage eines solchen Regimes.
Fehlgeleiteter Idealismus
Viele Menschen könnnen nicht mehr differenzieren zwischen EU und Europa. Der Gedanke der europäischen Einigung entstand vor dem Hintergrund zweier Weltkriege und jahrhundertelanger nationaler Verfeindungen. Die europäische Einigung wurde als Chance für ein friedliches Miteinander wahrgenommen. Leider hat man sich von dem “Europa der Bundesstaaten” distanziert und will stattdessen einen zentralistisch regierten Verwaltungsapparat der “Vereinten Staaten von Europa”. Aus dem partnerschaftlichen Miteinander wird nun eine Zwangsheirat. Die EU-Regierung wird zum Haustyrann des europäischen Hauses. Die Demokratie hat zunehmend “symbolischen Charakter”. Die Eurokraten akzeptieren kein “NEIN” zu ihren Wünschen. Wir sollten uns nicht zu dem Irrtum verleiten lassen, daß der einzige Garant des europäischen Friedens die erzwungene Linientreue zur EU ist. Loyalität und Friedenswille für Europa heißt nicht automatisch Loyalität zur EU. Das sind zwei Paar Schuh!
Gurken haben in der EU mehr Freiheit als Menschen
Bis 2008 hat die EU sogar noch den Krümmungsgrad von Gurken normiert. Als „maximale Krümmung“ wurden gerade mal zehn Millimeter auf 10 Zentimeter Gurkenlänge akzeptiert. Der Schöpfergott muß also zusehen, daß Er die Gurken gerade wachsen läßt, denn ansonsten verstößt der Schöpfergott gegen EU-Norm. Die Bibel sagt über Gott: “und doch hat er sich selbst nicht unbezeugt gelassen, hat uns viel Gutes getan und vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben, unsere Herzen erfüllt mit Speise und Freude.” Apg. 14:17. Wir sollten Gott für die Ernte und das Essen danken anstatt uns über die Krümmung von Gurken zu beklagen. Die EU hat diese Norm zur Krümmung von Gurken im Jahr 2008 zurückgenommen. Nun dürfen die Gurken wachsen und gedeihen ohne Einmischung der EU. Aber die EU-Bürger dürfen das nicht. Die Italiener dürfen kein Kruzifix in den Schulraum hängen. Die Bundesregierung darf sich nicht angemessen um die Erhaltung von Opel-Arbeitsplätzen kümmern. Die Entschließungen des europäischen Parlaments sind durchwachsen mit Antipathie für christliche Wertvorstellungen. Der Europarat verurteilt die biblische Schöpfungslehre. Der Europarat ist für Abtreibung als “Menschenrecht”. Das europäische Parlament entschließt sich gegen “Homophobie” und verurteilt ein Jugendschutzgesetz in Litauen, das angeblich “homophob” sei. Die EU ist also nicht wertneutral. Sie normiert das Leben ihrer Untertanen und raubt ihnen das Recht auf ihre kulturelle und religiöse Identität. Sie zielt auf die allmähliche Kriminalisierung des Christentums. Wie entsetzlich ist der Gedanke, daß Millionen von Menschen in Europa sterben, ohne jemals das Evangelium gehört zu haben. Wo gedenken sie, die Ewigkeit zu verbringen? Wer nur ans Diesseits denkt, hat zu kurz gedacht. Lk. 12:13-21.
Wenn Jesus kommt …
Jesus warnt uns vor einer säkularen Gesellschaftsordnung: “Und wie es in den Tagen Noahs zuging, so wird es auch sein in den Tagen des Menschensohnes: Sie aßen, sie tranken, sie heirateten und ließen sich heiraten bis zu dem Tag, als Noah in die Arche ging; und die Sintflut kam und vernichtete sie alle. Ebenso ging es auch in den Tagen Lots zu: Sie aßen, sie tranken, sie kauften und verkauften, sie pflanzten und bauten; an dem Tag aber, als Lot aus Sodom wegging, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und vertilgte alle. Gerade so wird es sein an dem Tag, da der Sohn des Menschen geoffenbart wird.” Lk. 17:26-29. Jetzt stellen sie sich das einmal bildlich vor! Jesus kündigt uns also seine zweite Wiederkunft schon im voraus an. Wir müssen jederzeit mit Ihm rechnen und so leben, daß wir stets in freudiger Erwartung seiner Wiederkunft in Herrlichkeit sein können. Möge diese Freude nicht durch Sünde getrübt sein. Wenn Jesus kommt, verlieren EU-Normen ihre Gültigkeit. Ich mache mir Sorgen um Menschen, die sich völlig im Netzwerk der menschlichen Betriebsamkeit verfangen haben ohne auch nur einen einzigen Gedanken an Gott zu verschwenden. Wie in den Zeiten Lots und Noahs sind die Menschen beschäftigt mit Arbeit, Beruf, Vergnügen, Shoppen am Sonntag, Wii, xbox, studiVZ, Sport, Fernsehshow, Zeitungen, Rauchen, Lotto usw. In allem denken sie nicht an Gott, danken sie Gott nicht, wollen Ihn nicht ehren, wollen Ihn nicht anerkennen, wollen Ihn nicht. Sie leben so, als würde es Ihn nicht geben. Wie werden sie reagieren, wenn auf einmal überraschend der alltägliche Lauf der Dinge ein Ende nimmt und der Herr Jesus wiederkommt, um Gericht zu halten? Die Gefahr der weltlichen Reizüberflutung ist also, daß Gott ausgeblendet wird. Insofern müssen wir auch das Konzept der EU i. S. einer gott-freien Zone ablehnen. Deshalb wäre es besser gewesen, wenn sich mehr Länder gegen den Lissaboner Vertrag und für ein Europa der Bundesstaaten engagiert hätten, in dem das Subsidiaritätsprinzip verwirklicht wird, so daß die EU den souveränen Einzelstaaten dient anstatt sie zu unterdrücken.
Frieden
“Wenn jemands Wege dem HERRN wohl gefallen, so macht er auch seine Feinde mit ihm zufrieden.” Sprüche 16:7. Woran hat Gott Gefallen?
Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht. Joh. 14:27. Worin besteht der Unterschied zwischen dem Frieden der Welt und dem Frieden, den Jesus gibt?
Nun wir denn sind gerecht geworden durch den Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unsern HERRN Jesus Christus, durch welchen wir auch den Zugang haben im Glauben zu dieser Gnade, darin wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung der zukünftigen Herrlichkeit, die Gott geben soll. Römer 5:1,2. Haben Sie diesen Frieden?
Friede ist also nich ein Produkt der Politik. Friede ist nie echt, solange der Mensch seine verderbte Natur hat, die in Feindschaft zu Gott steht. Er muß von neuem geboren werden, und das geschieht durch Gottes Gnade, wenn wir an Christus gläubig werden. Selig sind die geistlich Armen! Dieses Wort Jesu hat nichts mit dem Kontostand und nichts mit unseren geistigen Fähigkeiten zu tun, sondern mit unserer natürlichen Sündhaftigkeit. Das heißt, wir müssen Gott bekennen, daß wir Sünder (Römer 3:10,23) sind und unvermögend sind, uns selbst zu erlösen. Wir müssen Ihn anrufen, damit Er uns errettet (Römer 10:13). Allein durch das Wirken Jesu am Kreuz, erlangen wir Vergebung und Anteil an der göttlichen Natur. Und wenn sich die Europäer noch so sehr wandeln: Das Evangelium wandelt sich nicht. Bei Gott ist kein Wandel.
Ein Abschnitt dieses Artikels heißt “Wenn Jesus kommt”. Es gibt ein sehr schönes geistliches Lied mit diesem Titel. Es wird in englischer Sprache gesungen von Lester Roloff. Ich bin dankbar, daß jemand dieses Lied im Internet veröffentlicht hat:
Keine Kommentare

Download als PDF







