Dez 07 2009
Nun lobet keiner Gott
Ich habe mir die Feierlichkeiten zum 20jährigen Gedenken an den Mauerfall angesehen. Ich war sehr enttäuscht, daß Gott nicht öffentlich gelobt wurde für die neu gewonnene Freiheit und die friedliche Revolution. Das Medienspektakel war gespickt mit gottloser Musik. Die Nationalhymne habe ich wohl überhört. Viele Menschen sind aber auch unfähig geworden, Gott zu loben. Erstens kennen sie die Lieder nicht mehr und zweitens können sie die Lieder nicht von Herzen singen, selbst wenn man ihnen den Text der Lieder an die Wand projizieren würde. Anders war es 1955 als die letzten deutschen Soldaten aus russischer Gefangenschaft zurückkamen. Diese Männer konnten singen. Sehen Sie selbst in diesem Video:
Warum klappt das heute nicht so bei den Feierlichkeiten zum Mauerfall? Damals sangen sie gemeinsam “Nun danket alle Gott” und heute danket kaum einer Gott. Erst recht nicht vor laufenden Fernsehkameras. Die meisten kennen auch nicht den Text des Liedes. Viele sind zu eitel, die Mundwinkel für Gott zu öffnen, um ein Lied zu singen. Sie würden ja auch lügen, wenn sie das Lied singen würden, denn in ihrem Herzen kennen sie Gott nicht und haben ihm weder gehorcht noch für etwas gedankt.
Gott hat uns die Musik zu dem Zweck gegeben, daß wir ihm lobsingen und das Wort Christi ins uns bleibt. Großteile der Musik von heute sind jedoch voll mit dem Wort Satans, denn die Radiosender, die sich speziell an junge Menschen richten, senden Lieder, deren Texte oft Beschreibungen von Unzucht, Promiskuität und Sünde sind. Entsprechend sind die Sänger gekleidet. So werden viele junge Menschen von Gott abgebracht. Sie sind von Kind auf eine gottlose Musik gewöhnt und ihr Herz ist somit unfähig, Gott frei zu loben. Niemand hat es ihnen vorgemacht . Fürchterlich ist es, wenn schon kleine Kinder die Texte gottloser Lieder nachsingen und dazu die rhythmischen Bewegungen machen, aber nicht einmal ein christliches Lied vermittelt bekommen. Der Gotteslob ist immer noch ein wichtiges Buch. In einem Radiointerview wurden Mütter interviewt, welche Musik ihre kleinen Kinder hören. Hier wurde oft den Kindern schon die Rock-Collection vorgespielt anstatt Kinderlieder oder Glaubenslieder. Ich denke, das ist ein großer Fehler. Die Kinder wachsen mit falschen Vorstellungen und Prioritäten auf. Wenn sie einmal die englischsprachigen Texte verstehen, was dann? Die Texte sind oft reinste Verführung zur Sünde und jugendgefährdend. Wir sollen das Herz der Kinder schützen und darauf auchten, daß sie rein bleiben und reif werden.
Welche Schritte können Sie unternehmen, um das zu bessern? Hier sind einige Hinweise:
1. Haben Sie ein christliches Liederbuch? Lernen Sie die Texte und identifizieren Sie sich mit ihnen? Wenn sie die Texte nicht verstehen, dann kann es sein, daß sie grundlegende christliche Lehren nicht verstehen?
Vielleicht prüfen Sie einmal, wo Sie im Glauben stehen. Sind Sie bekehrt? Nicht die Lieder müssen sich ändern. Sie müssen sich ändern!
2. Fühlen Sie sich von Liedern wie “Stern, auf den ich schaue” oder “Sicher in Jesu Armen” oder “Lobt Gott, ihr Christen, allzugleich” persönlich angesprochen und stimmen sie dem Text innerlich zu? Wenn nicht, kann es sein, daß ihr Herz nicht rechtschaffen ist vor Gott? Die geistlichen Lieder offenbaren unser Herz. Meinen Sie auch wirklich, was Sie singen oder lallen Sie nur etwas vor sich hin?
3. Rüsten Sie ab. Alle Moralvernichtungswaffen wie z. B. Musik mit Anti-Gott-Texten oder Rebellion müssen entsorgt werden. Ist ihr Haus kontaminiert?
4. Meiden Sie Orte mit weltlicher, aufsässiger Musik. Schalten Sie solche Musik stets ab. Schützen Sie die Ohren von Kindern. Sie sollen nicht an die falsche Musik gewöhnt werden. Eltern programmieren die Gewohnheiten und Vorlieben der Kinder. Seien Sie äußerst vorsichtig. Die Werbewirtschaft praktiziert Psychoterror. Sie weiß, wie sie die Leichtgläubigkeit von Kindern ausnutz und falsche Wünsche weckt.
5. In jedes christliche Zuhause gehören folgende Elemente: Familienandacht und gemeinsames Singen. Besonders Familien mit Kindern sollen gemeinsam singen. Ein Kirchenbesuch pro Woche erledigt die Arbeit nicht. Geistliche Lieder läutern die Gedanken.
6. Welche Musik hören Sie in Ihrem Auto? Christliche Lieder werden kaum im Radio gesendet. Schalten Sie das Radio ab und singen Sie selber. Das Lob Gottes ist unsere Stärke. Das gilt aber auch umgekehrt. Die Lieder, die Gott nicht loben, machen uns schwach, denn sie nähren das Fleisch und nicht den Geist. Warum wird der innere Schweinhund mit Delikatessen eköstigt, während die Seele in uns verhungert? “Denn das Fleisch gelüstet wider den Geist, und der Geist wider das Fleisch; dieselben sind widereinander, daß ihr nicht tut, was ihr wollt.” Gal. 5:17.
7. Achten Sie auf ihre Kaufkraft! Manche Christen sagen, sie glauben an etwas, aber ihr Konsum- und Nachfrageverhalten bezeugt das Gegenteil. Beispiel: Als ich in den USA lebte, sah ich Kriegsveteranen, die absolut patriotische Amerikaner waren. Sie wählten republikanisch und hatten ultrakonservative Ansichten. Sonntags fuhren sie zur Kirche – in einem Toyota. Das ist nicht stimmig. Das Nachfrageverhalten muß also glaubenskonform werden. Sünde und Laster sind immer noch ein Milliardengeschäft. Und für weltliche Idole werden heute bereitwillig riesige Geldbeträge geopfert. Geben Sie kein Geld aus für weltliche Berieselung.
8. Achten Sie darauf, daß Kinder nicht weltliche Idole (Sportler, Musiker, Spielzeuge) verehren. Das ist auch Götzendienst. Viele Kleinkinder lieben eine gewisse Spielzugfigur oder eine Musikgruppe mehr als Jesus Christus. Junge Menschen sollten sich weltiche Idole nicht zum Vorbild nehmen, sondern sie nicht beachten. Sie solllten sich orientieren an Leuten wie Johann Hinrich Wichern, Nikolaus Ludwig von Zinzendorf, Maria Goretti, Adolph Kolping, Konrad Adenauer, Ludwig Hofacker usw. Wenn in den Herzen junger Menschen Musikgruppen mehr bedeuten als Missionare, dann wissen Sie, das etwas schief läuft.
9. “So will ich nun, daß die Männer beten an allen Orten und aufheben heilige Hände ohne Zorn und Zweifel.” 1. Tim. 2:8. Das können viele Männer nicht, denn ihre Hände triefen mit Zorn und Zweifel. Deshalb sind sie nicht fähig, in einer Rede vor einer laufenden Fernsehkamera, Gott für die Deutsche Einheit zu danken. Sie schämen sich auch zu sehr, Gott anzurufen, und um Seinen Segen für unser Land zu bitten. Das Gegenteil von Segen ist übrigens Geiz laut 2. Kor. 9:5.
Wenn wir nicht mehr imstande sind, Gott für großartige Ereignisse zu danken, dann befürchte ich, daß diese Ereignisse für uns später einmal zum Fallstrick werden. Es ist schon jetzt ein Problem, daß viele DDR-Regelungen im einigen Deutschland übenommen wurden. Dies ist besonders in der Familienpolitik zu beobachten. Seit der Deutschen Einheit wurde die christliche Familie als Grundbaustein der Gesellschaft bekämpft speziell durch straffreie Abtreibungen, Förderung von Feminismus und Gender Mainstreaming. Linksliberale spötteln in den Medien sogar über die “Adenauer-Prüderie”. Ich denke, daß diese Generation nicht das Recht hat, die Adenauer-Zeit auf solche Weise zu verhöhnen. Ganz im Gegenteil: Sie sollte sich da ihr Vorbild suchen.
“Wenn die Wege eines Menschen dem Herrn wohlgefallen,
so läßt er selbst seine Feinde mit ihm in Frieden leben.” Sprüche 16:7.
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