Jul 11 2010
Sterbehilfe in der Bibel?
Gibt es eine Person in der Bibel, die Sterbehilfe befürwortet?
JA, und zwar die törichte Frau Hiobs! Beim Anblick der Not wiederholter Hiobsbotschaften riet sie ihrem Mann Hiob zum Tod: “Sage dich von Gott los und stirb.” Hiob verlor seine Existenz, und dabei handelte es ich um den Verlust von 11000 Tieren. Hiob verlor seine 10 Kinder, und Hiob verlor zum Schluß auch seine Gesundheit. Hiobs Frau hatte die Lebenseinstellung, daß die erlittenen Verluste so herb sind, daß sie eine Person dazu berechtigten, sich von Gott loszusagen bzw. das Leben zu beenden.
Hiob war weise genug, diese falsche Lebenseinstellung seiner Frau zu rügen: “Du redest so, wie eine törichte Frau redet! Wenn wir das Gute von Gott annehemn, sollten wir da das Böse nicht auch annehmen?” Ebenso müssen wir auch wachsam sein, wenn uns andere Menschen – besonders unter Ausnutzung persönlichen Notlagen – zu beeinflussen versuchen, uns von Gott loszusagen, womit wir nur noch größeren Schaden auf uns selbst und andere Menschen bringen.
Hiob konnte standhaft ausharren. Viele Menschen sind leider nicht daran gewöhnt, das Verderben von Hiobsbotschaften standhaft auszuharren, sondern werden dazu verleitet, persönliche Nöte als “Beweis” dafür auszulegen, daß es keinen Gott gäbe. Das ist aber zu kurz gedacht. Das war die Torheit von Hiobs Frau und diese Torheit wird auch noch einmal in Psalm 14 & 53 quittiert. Viele Menschen benutzen auch heute die Frage “Warum läßt Gott dies [Leid, Unglück] zu?”
Hiob war fähig, nachdem er schreckliche Hiobsbotschaften empfangen hatte, zu sagen: “Der HERR hat gegeben, der HERR hat genommen, der Name des HERRN sei gelobt!” Hiob 1:21. Satan mußte zuerst zu Gott gehen, um sich Erlaubnis zu holen, Hiob zu verderben. Satan spekulierte darauf, daß Hiob sich von Gott lossagen würde, sobald ihm der Segen entzogen wurde. Aber es stellte sich heraus, daß Hiob tatsächlich Gott liebte und nicht nur die materiellen Segnungen Gottes (Hiob 1:9-11). Satan, der Widersacher, fragte spöttisch: “Ist Hiob umsonst gottesfürchtig?” Heute gibt es auch viele Spötter, die spöttisch auf Christen schauen und fragen, ob die das “umsonst” tun. Diese Spötter argwöhnen immer ein selbstsüchtiges Motiv hinter jedem guten christlichen Werk. Achten wir darauf, daß unsere Herzen nicht von solch spöttischem Argwohn erfüllt sind, denn das ist ein Charakterzug Satans!
Der Schlüssel zum Sieg: Gott loben in der Not
Sehen wir zu, daß unser Herz rechtschaffen vor Gott ist, dann können wir auch dann, wenn wir Hiobsbotschaften im Leben bekommen, sagen: “Der Name des Herrn sei gelobt”. Können wir das sagen, wenn uns der Arzt einen positiven Krankheitsbefund gibt? Hiob konnte dies sagen, nachdem er seine Existenz und seine 10 Kinder verloren hatte. Aber warum konnte Hiob das sagen?
Die Antwort finden wir im Neuen Testament bei Jakobus 5:11: “Siehe, wir preisen die glückselig, welche standhaft ausharren! Von Hiobs standhaftem Ausharren habt ihr gehört, und ihr habt das Ende gesehen, das der Herr [für ihn] bereitet hat; denn der Herr ist voll Mitleid und Erbarmen.”
Hiob lebte – im Gegensatz zu seiner Frau – nicht im Hier und Jetzt. Er stand über den Ereignissen, denn er vertraute auf den Gott, der voll Mitleid und Erbarmens ist. Hiobs Frau lebte nur im Hier und Jetzt, und das war unerträglich aufgrund der schrecklichen Geschehnisse. Sie sah nicht das Ende. Sie glaubte auch nicht, daß uns ein barmherziger Gott ein Ende bereitet. Sie verzweifelte an den Nöten und riet Hiob zum Abfall von Gott und zum Tod. Für sie war der Tod die “Erlösung”. Für Christen ist der Tod nicht “die Erlösung”. Unsere Erlösung ist das Sühnopfer Christi am Kreuz. Erlösung heißt Loskauf von der Knechtschaft der Sünde – die Bezahlung eines Lösegeldes. Unser Lösegeld ist das Blut Christi (1. Petrus 1:18,19). Unser Tod ist ein Gewinn (Phil. 1:21) in dem Sinne, daß wir dann das Anrecht haben, in die Gegenwart Christi zu kommen für alle Ewigkeit. Hiob konnte standhaft ausharren, weil er wußte, daß nichts ohne Gottes Erlaubnis geschehen konnte. Er wußte von Gottes Mitleid und Erbarmen. Im Gebet sollten wir unsere Nöte und Hiobsbotschaften auflisten und ebenso zu jeder Position sagen können. Der Name des HERRN sei gelobt! Das ist genau das, was der Satan nicht hören will. Erinnern wir den Satan an sein kommendes beschlossenes Ende im feurigen Pfuhl, der extra für ihn bereitet wurde (Mt. 25:41, Offb. 20:10).
Vom Ende her leben
Hiob verharrte in diesem Vertrauen auf Gottes Mitleid und Erbarmen inmitten von Verlusten und großem Schmerz (Hiob 3:13). Hiob sah auf das Ende. Die Bibel lehrt das Prinzip, daß echte Weisheit am Ende anfägt. Der amerikanische Politiker Daniel Webster sagte schon im 19. Jh.: “Weisheit fängt am Ende an”. Ausgerechnet dieser Webster sagte auch über die Geldpolitik: “Wer an der Währung herumpfuscht, raubt der Arbeit ihr Brot”. Eine weise Warnung an Papiergelddrucker, Teuro-Währungshüter, Spekulanten und Verfechter von globalen Steuern und einer Teuro-Transferunion. Schon Mose sagte ca. 3300 Jahre früher: “Wenn sie weise wären, so würden sie das beherzigen; sie würden an ihr Ende denken!” 5. Mose 32:29. Weisheit fragt im voraus: “Wo führt das letzten Endes hin?” Hiob dachte an das Ende. Er glaubte an das “Happy End”. Hiob harrte standhaft aus und erfuhr dann auch Gottes Mitleid und Erbarmen: “Und der Herr wendete Hiobs Geschick, als er für seine Freunde bat; und der Herr erstattete Hiob alles doppelt wieder, was er gehabt hatte.” Hiob 42:10. Gott hat eine Weise, erlittene Verluste durch etwas Besseres zu ersetzen, so daß wir nicht mehr den erlittenen Verlusten nachtrauern müssen. Hiob harrte standhaft aus und durfte dies persönlich erfahren. Gott erstattete ihm alles doppelt! Gottes Mitleid und Erbarmen sollte uns Anreiz sein, auf einen guten Ausgang der Dinge zu vertrauen, wie er es auch bei Joseph tat (1. Mose 50:19,20).
Strafe Gottes?
Hiob mußte die Beleidigung von falschen religiösen Freunden erleiden, die meinten, Hiobs Leiden seien eine “Strafe Gottes” für begangene Sünden. Es steht uns nicht an, darüber zu richten, ob eine bestimmte Not eine Strafe Gottes ist oder nicht. Auch heute werden Hiobsbotschaften oft falsch interpretiert als “Strafe Gottes”. Es gibt Menschen, die oft sogar schadenfroh auf Mitmenschen, die Nöte und Krankheit erleiden, herabschauen und meinen, dies sei eine “Strafe Gottes”. Solchen falschen religiösen Menschen sei gesagt, daß Gott dieses Verhalten rügt. Gott sagte den religiösen Freunden Hiobs: “Mein Zorn ist entbrannt über dich … ihr habt nicht recht von mir geredet.” Hiob 42:7-9. Wer also eine Krankheit, einen Arbeitsplatzverlust oder eine sonstige Notlage eines anderen pauschal als Strafe Gottes darstellt und den anderen damit auch noch zur Hörigkeit zu manipulieren versucht, macht sich selbst schuldig, ein falsches Gottesbild zu verbreiten. Auch Jesus Christus verurteilt in Johannes 9:1-3 die Idee, daß erlittenes Unglück eine Strafe Gottes für angeblich begangene Sünden sei. Gottes wesentliche Charakterzüge werden in 2. Mose 34:6,7 beschrieben.
Wir müssen erkennen, daß in dieser Welt auch der Gerechte leidet. Das Leid ist dann aber nicht zur Strafe bestimmt sondern zur Züchtigung / Besserung. Es ist wie in der Pflanzenwelt: Damit ein Obstbaum oder eine Weinrebe gesund bleibt und viel Frucht hervorbringt, müssen sie zurückgeschnitten werden. Das christliche Glaubensleben wird in Johannes 15 mit einer Weinrebe verglichen. Das Ziel des christlichen Lebens ist nicht Wachstum um jedem Preis, sondern Fruchttragen zu Gottes Ehre. Wir sollen viel Frucht für Gott tragen. Darum muß Gott öfters zurückschneiden. d. h., mit dem Rebmesser beschneiden. Das ist bibeltreue Botanik, die durchgehend von Genesis bis Offenbarung thematisiert wird.
Liebe
Wir erkennen an Hiob, daß Liebe und Leid untrennbar zusammengehören. Die Liebe zu Gott machte Hiob leidensbereit. Hiob liebte Gott und nicht nur den Segen Gottes, wie der Satan mutmaßte. Das Kreuzesleiden Jesu ist Beweis der Liebe Gottes. Gott straft zwar die Sünde um der Gerechtigkeit willen (1. Thess. ), aber Er hat uns auch in Jesus Christus einen Weg bereitet, zum Leben hindurchzudringen, indem Er die Strafe für unsere Sünde stellvertretend für uns trug. Wir brauchen uns also nicht von modernen Ideologien und Irrlehrern sagen zu lassen: Sage dich los von Gott und stirb! Christlicher Glaube ist stets lebensbejahend. Jesus sagt, Er ist gekommen, damit wir das Leben haben und es im Überfluß haben. Joh. 10:10. Das ist auch ein guter Grund, jetzt sein Leben ganz Jesus hinzugeben und ihn als Erlöser und Herrn aufzunehmen, sofern es ein Leser noch nicht getan hat. Blicken wir nicht auf die Hiobsbotschaften sondern auf den Herrn, der voll Mitleid und Erbarmen ist. Wir sollen nicht über Gottes Strafen spekulieren sondern konkret auf Gottes Liebe (Joh. 3:16) eingehen indem wir Buße tun und gläubig an den Herrn Jesus Christus werden.
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