Okt 20 2010

Ingo Breuer

China hindert Christen an Teilnahme eines christlichen Kongresses

Filed under FreiheitShare!  

Vom 17. bis 25 Oktober findet in Kapstadt, Südafrika der 3. Lausanner Kongress für Weltevangelisation statt, auf dem Leiter von Gemeinden und christlichen Institutionen auf dem aktuelle Themen zur weltweiten Verbreitung des Evangeliums diskutiert werden. Über 200 Leiter aus Chinas Hauskirchen wurden zu diesem Kongress eingeladen. Die Hauskirchen sind unabhängige Gemeinden, die nicht verbunden sind mit den pseudochristlichen offiziellen Kirchen, die von der Kommunistischen Partei Chinas gegründet und geleitet werden.

Zahlreiche der eingeladenen Pastoren  und Prediger der chinesischen Delegation wurden jedoch an Chinas Flughäfen an der Paßkontrolle festgehalten. Die kommunistische Regierung in Peking hatte Medienberichten zufolge von den Lausanne-Organisatoren verlangt, daß nur Vertreter staatlich anerkannter Gemeinden eingeladen werden. Das hatten die Organisatoren abgelehnt. Prediger wurden von chinesischen Behörden festgehalten, Reisepässe beschlagnahmt und schon vorher von Behördenvertretern dazu aufgefordert, nicht an dem Kongress teilzunehmen. Prediger wurden überwacht und behindert.  Damit hindert die chinesische Regierung immer noch die religiöse Freiheit, Versammlungsfreiheit und Freizügigkeit der Bürger. Chinesische Behördernvertreter begründeten das Ausreiseverbot der Pastoren mit einer „Gefahr für die Staatssicherheit“, die vom christlichen Kongress in Südafrika ausginge. 

Gleichzeitig wächst aber in China das Interesse am christlichen Glauben und viele Menschen haben sich zu Christus bekehrt. Besonders die staatlich nicht anerkannten Hauskirchen haben großes Wachstum erlebt.

Wir sehnen uns nach einem freien China, in dem das Recht zu Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod geschützt ist, wo christlich geprägte Familien statt Ein-Kind-Familien leben und wahre religiöse Freiheit regiert. Chinesen lernen durch Evangelisation, daß sie von ihrer eigenen Regierung betrogen wurden, indem ihnen das Grundrecht auf Jesus Christus verweigert wurde. Das ist ein gewaltiges Verbrechen, wenn man bedenkt, daß davon das ewige Schicksal von Seelen abhängt. Chinas Kommunismus war ein Irrtum ganz wie auch der neue chinesische pragmatische Kapitalismus, der Milliardenbeträge in die Konten von Gottlosen spült und Wohlstand aus westlichen Ländern absaugt.

Gefahr von zu viel Staat

An diesem Paradebeispiel sehen wir wieder die Gefahr, die von zu viel Staat in Form von ausufernder Bürokratie und Behörden ausgeht. Die Gier nach Macht ist das Problem. Behörden entwickeln eine Art Eifersucht. Sie wollen totate Kontrolle über Bereiche wie Kinder, Familien, Bildung, Gedanken und Lebenswandel. Aufwuchernde Behörden wollen Kontrolle über Kinder vom frühest möglichen Zeitpunkt um die formativen Jahre zur effektiven Ideologisierung auszubeuten. Die christliche Gemeinde ist solchen Behörden ein Dorn im Auge, denn das Evangelium Christi wirkt sich zersetzend auf totalitäre Kontrolle aus, denn wer Jesus als Herrn aufnimmt, steht unter einer anderen Herrschaft und hat eine andere Staatbürgerschaft.

Falls Sie Protestschreiben oder zum Glauben hinführende Schriften an die chinesische Botschaft senden wollen, dann nutzen Sie bitte diese Adressen:

Botschaft der Volksrepublik China                                                     
Herr Botschafter WU Hongbo                                                     
Märkisches Ufer 54                                                                             
10179 Berlin                                                                                                  
Tel: 030-27588-0   
Fax:030-27588 221

Kürzlich sah ich im Flughafen von Philadelphia in den USA die Bibel im Verkaufsregal eines Bücherladens. Ich habe mich gefreut, daß die englische Bibel (King James AV1611) deutlich sichtbar auf Augenhöhe dort im Buchladen plaziert war. Viele Menschen haben es nötig das zu sehen. Lediglich ein Blick auf die Rückseite enttäuschte mich, denn dort stand die Aufschrift „Made in China“. Wenn chinesische Geschäftemacher die finanziellen Gewinne aus der Verbreitung der Heiligen Schrift begehren, dann sollen sie vielmehr auch den geistlichen Reichtum dieses inspirierten Buches schätzen lernen. Denn es ist nicht recht, wenn man den Profit aus dem Verkauf der Bibel kassieren will, aber den Segen aus dem Gehorsam zur Bibel ins Arbeitslager wegsperrt oder mit Panzern niederreißt. China muß sich auch von offizieller Seite ganz dem Segen des Evangeliums öffnen.

Bibel made in China?

Wer keine Bibel aus chinesischer Niedrigstlohnproduktion kaufen will, für den gibt es auch Hoffnung. Wir wissen, daß Gottes Wort nicht irgendwelchen Verlagskonzernen gehört. Nichts ist unseriöser als die urheberrechtliche Schützung irgendwelcher neuen Bibelübersetzungen durch Unternehmen oder Gesellschaften. Die Bibel gehört der Gemeinde Jesu. Die Gemeinde ist ein Pfeiler und eine Grundfeste der Wahrheit (1. Tim. 3:15).  Es gibt einige christliche Gemeinden, die deshalb eigene Druckereien betreiben, um Bibeln und christliche Schriften herzustellen.

Diese Gemeinden möchte ich an dieser Stelle auch als Bezugsquelle für englische andere fremdsprachige Bibeln empfehlen:

Überlegen und beten Sie, wie Sie effektiv von diesen Ressourcen Gebrauch machen können.

Von Chinas Hausgemeinden können wir auch lernen, wie spontan neue christliche Versammlungen entstehen können – nämlich in den Privatwohnungen der Bürger. Wer die Entstehung von christlichen Gemeinden zurückverfolgt, der erfährt oft, daß alles mit Gebetstreffen und Bibelstunden in privaten Wohnungen von Christen angefangen hat. Heute haben viele etablierte Kircheninstitutionen jede Bindung an die Bibel und die Notwendigkeit einer persönlichen Bekehrung zu Christus aufgekündigt. Es ist niemand mehr da, der die Bibel auslegt, wie wir es in Nehemia 8 sehen. Religiöse Rituale sind kein echtes Christentum, denn Christentum ist eigentlich keine Religion sondern eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus, die in der Wiedergeburt anfängt: „Da aber erschien die Freundlichkeit und Leutseligkeit Gottes, unsers Heilandes, nicht um der Werke willen der Gerechtigkeit, die wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit machte er uns selig durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung des heiligen Geistes, welchen er ausgegossen hat über uns reichlich durch Jesum Christum, unsern Heiland, auf daß wir durch desselben Gnade gerecht und Erben seien des ewigen Lebens nach der Hoffnung.“  Titus 3:4-7. Viele Gemeinden in der Bibel fingen als Hausgemeinden an: Römer 16:5, 1. Korinther 16:19, Kol. 4:15, Philemon 2.

[aartikel]0310246970:left[/aartikel] Chinas Bekehrung

Hoffnung gibt uns auch die Bibel in Jesaja 49:12,13, wo wohl von der zukünftigen Bekehrung Chinas zu Christus die Rede ist: „Siehe, diese werden von ferne kommen, und siehe, jene von Mitternacht und diese vom Meer und diese vom Lande Sinim. Jauchzet, ihr Himmel; freue dich, Erde; lobet, ihr Berge, mit Jauchzen! Denn der HERR hat sein Volk getröstet und erbarmet sich seiner Elenden.“  Wo liegt das Land Sinim? Ein Blick in Strong’s Konkordanz zeigt, daß es sich um ein entferntes orientalisches Land handelt. Der Begriff „sino“ steht für China wie z. B. in Sinologie. In den entfernten Gegenden des Orients ist es heute ziemlich finster, was die Verbreitung des Evangeliumslichtes angeht, aber Gott hat die Vollmacht dies zu ändern, denn Er wirkt schließlich durch die Umstände hindurch und darüber hinaus.

Kommentare deaktiviert für China hindert Christen an Teilnahme eines christlichen Kongresses

Share on Top Social Networks, by eMail, Google Plus, and more!