Nov 21 2010

Ingo Breuer

Totensonntag

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1816 führte ein preußischer König am letzten Sonntag des Kirchenjahres den Totensonntag ein als allgemeine Kirchenfest zur Erinnerung an die Verstorbenen. Die Erinnerung an geliebte Mitmenschen soll nicht verloren gehen, denn sie bringt uns Freude und zeigt uns, wo wir hergekommen sind und welche Verantwortung wir haben. So sind in diesem ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends viele christliche Prediger wie Adrian Rogers, W. A. Criswell, Jerry Falwell, J. Harold Smith zum Herrn heimgegangen und wer wird ihre Lücke ausfüllen und in ihre Fußstapfen treten?

Wir müssen uns aber auch darüber im klaren sein, daß diejenigen, die in Christus gestorben sind, im biblischen Sinne nicht zu den „Toten“ zählen. Jesus ruft uns die herrlichen Worte zu: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe;  und wer da lebet und glaubet an mich, der wird nimmermehr sterben. Joh. 11:15,26. Für die Gläubigen geht es weiter in die Gegenwart Jesu, wo sie am Richterstuhl den Lohn für ihre Treue empfangen werden. Die in Christus Entschlafenen werden auferstehen und leiblich erlöst werden, und die bei der Wiederkunft Christi lebenden Christen, werden gar nicht sterben, sondern direkt entrückt und in einem Augenblick verwandelt (1. Kor. 15:50-58) werden. Wir dienen dem lebendigen Gott, der den Tod besiegt hat durch Kreuz, Begräbnis und Auferstehung. Am leeren Grab riefen die Engel den Frauen zu: Was suchet ihr den Lebendigen bei den Toten? Heute gilt: Jesus lebt und Du lebst auch, wenn Jesus in Dir lebt! In Jesus ist der Fluch der Vegänglichkeit besiegt (Römer 8). Leben ist also bei Jesus zu finden!

Aber wer sind die wahren Toten?

1. Die gottentfremdeten, verlorenen Menschen

„Und auch euch, da ihr tot waret durch Übertretungen und Sünden …“ Eph. 2:1. Wer meint, es gehe ihm gut ohne Gott und hat noch keine seligmachende Erkenntnis erlangt, der ist tot. „Da wir tot waren in den Sünden, hat er uns samt Christo lebendig gemacht (denn aus Gnade seid ihr selig geworden)“. Eph. 2:5. Durch die Sünde sind wir also geistlich tot. Durch Bekehrung und Wiedergeburt werden wir lebendig gemacht. Jesus warnte die Pharisäer davor, in ihren Sünden zu sterben. Die Gläubigen sterben in Christus. Der Tod ist der Sünde Sold. Ewiges Leben ist ein Geschenk Gottes. Wir müssen es uns nicht verdienen, sondern es im Glauben annehmen. Römer 6:23!

2. Die vergnügungssüchtigen Menschen

„Welche aber in Wollüsten lebt, die ist lebendig tot.“ 1. Tim. 5:6. Es gibt Leute, die meinen, sie „leben“ erst, wenn sie genügend Spaß, Unterhaltung, Vergnüngung, Geld und Konsum um sich haben. Wo aber nach dem Fleisch gelebt wird und nicht nach dem Geist und nicht nach dem Licht Gottes, das nennt die Bibel tot, denn ohne Gott ist es nur ein trostloses, vergängliches Abfristen bis zum Lebensende. In solch einem Leben geschieht nichts, was für die Ewigkeit relevant ist. Da gilt dann die hoffnungslose Devise: So die Toten nicht auferstehen, „laßt uns essen und trinken; denn morgen sind wir tot!“ 1. Kor. 15:32. Die Bibel spricht sogar von toten Werken von Menschen ohne Glauben (Heb. 6:1, 9:14). Lebendig tot waren die Menschen in den Tagen Noahs: Sie genossen ihr Leben und waren aktiv, aber in all dem spielte Gott keine Rolle. Und die Flut kam und nahm sie alle weg. Lk. 17:26,27! In 1. Timotheus 5:3-6 wird am Beispiel der Witwen der Kontrast deutlich zwischen dem lebendigen geistlichen Leben und dem toten weltlich/fleischlichen Wandel. Heute wollen viele Menschen sich selbst verwirklichen durch Karriere, Freizeitaktivitäten, Unterhaltung usw. und dabei rechnen sie nicht mit Gott. Sie sind lebendig tot!

3. Menschen die meinen, es gäbe wichtigeres als Jesus zu folgen

In Lukas  9:57-62 ruft Jesus Menschen auf, ihm nachzufolgen, aber sie waren nicht bereit ihm zu folgen, weil sie meinten, noch etwas Dringenderes zuerst erledigen  zu müssen. Jesus rief einem Mann zu, ihm nachzufolgen, aber dieser entschuldigte sich und wollte zuerst seinen Vater begraben. Jesus antwortete darauf: „Laß die Toten ihre Toten begraben; gehe du aber hin und verkündige das Reich Gottes.“ Dieser Mann hatte seine Prioritäten durcheinander. Jesus, der die Auferstehung und das Leben ist, hat Vorrang vor allen Totengräberdiensten. Wer sind hier die Toten? Es sind die Menschen, die gleichgültig gegenüber dem Heil und dem Heiland sind. Wenn Gott ruft, dann überlaß die weltlichen Geschäfte den Weltmenschen, für die Gott tot ist, und folge du  Jesus nach.

Denken wir also auch an diese drei besonderen Gattungen von Toten!  Wenn solche jedoch Jesus in ihr Leben aufnehmen und gerettet werden, so werden auch diese Toten lebendig gemacht. Gott aber ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebendigen. Mt. 22:32.

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