Nov 17 2010
Himmlische Freude
Heute ist ein Tag der Freude, denn heute ist Buß- und Bettag! Jesus sagt uns mehrmals, daß es Freude im Himmel und vor den Engeln Gottes ist, wenn ein Sünder Buße tut. Jesus vergleicht diese Freude über die Buße eines Sünders, mit der Freude, die wir empfinden, wenn wir etwas verloren geglaubtes wiederfinden. Heute suchen Menschen überall nach verloren Geglaubtem – Kunstwerke, Musikstücke, Literatur, Gegenstände von Vorfahren usw. Groß ist die Freude, wenn sie dann fündig werden und z. B. ein Musikstück von Franz Liszt oder Vivaldi wiederfinden. So freut sich Gott über Sünder – alle Menschen sind das ausnahmlos, da sie von Adam und Eva abstammen- wenn sie zur Buße kommen. Jesus verdeutlicht dies im Gleichnis vom verlorenen Schaf, dem verlorenen Groschen und dem verlorenen Sohn. Was Freude im Himmel auslöst, soll auch Grund unserer Freude werden, wenn Menschen ins Reine mit Gott kommen. Wollen wir nicht helfen, diese Freude auszubreiten?
Der erste, der in der Bibel Buße tut, ist Gott selbst. In 1. Mose 6:5-8 sah Gott die Bosheit der Menschen und es reute ihn, daß er die Menschen gemacht hatte. Die Sünde der Menschen bekümmerte Ihn. Daraufhin beschloß Er, der Sünde ein Ende zu setzte und kündigte die Sintflut an. Nur durch Noah, der Gnade vor Gott fand, wurde eine sichere Arche der Rettung bereitet. Die Flut vertilgte die üble vorsintflutliche Welt. Dieses Ereignis ist sozusagen das Muster von echter Buße:
- Wir sehen unsere Sünde und sind von ihr bekümmert. Bekümmert uns Sünde noch oder sind wir abgestumpft?
- Um dem Todesurteil der Sünde zu entweichen, müssen wir auf die Arche. Unsere sichere Arche ist Jesus Christus. Ohne die Arche sind wir verloren.
- Wir können uns nicht aus eigener Kraft auf einen hohen Berg retten, um der Flut zu entweichen. Selbsterlösung ist also zwecklos. Gerettet werden wir aus Gnade und nicht aus Verdienst.
- Was damals die Sintflut war, tut heute das Blut Christi, das uns von aller Sünde wäscht. 1. Joh. 1:7.
- Die Arche hatte drei Stockwerke und wurde von Gott selbst verschlossen (versiegelt, 1. Mose 7:16). So ist auch das Heil in Jesus dreifacher Natur. Geist, Seele und Leib werden gerettet. Wir werden gerettet von der Strafe, Macht und Gegenwart der Sünde. Gott versiegelt uns mit dem Heiligen Geist.
Wir tun nicht nur Buße für unsere eigene Sünde. Männer wie Daniel, Nehemia und Esra beteten für Israel und sie bekannten vor Gott nicht nur ihre eigene Sünde sondern auch die des Volkes und der Nation. Dan. 9, Neh. 1. So sollen wir auch heute beten. Wir weren dazu aufgefordert in 2. Chronik 7:14: und [wenn] mein Volk sich demütigt, das nach meinem Namen genannt ist, daß sie beten und mein Angesicht suchen und sich von ihren bösen Wegen bekehren werden: so will ich vom Himmel hören und ihre Sünde vergeben und ihr Land heilen. Wer sich nach solcher Erhörung und Heiland sehnt, der soll diesen Buß- und Bettag zu schätzen wissen. Wir sollen eben bewußt nach Gott fragen und Sein Angesicht suchen – besonders im Hinblick auf Krisen und Probleme.
Der Buß- und Bettag zeigt uns auch, daß wir nicht den Fehler machen wie diejenigen, die Gott weder preisen noch ihm danken (Römer 1:21) und das Andenken an Gott nicht achten (Rö. 1:28). Unser Erfolg hängt von Gottes Segen ab. Ohne den ist unser Wirken vergebens (Psalm 127). Sünde soll uns betrüben und vor Gott bringen im Gebet. Wir dürfen niemals so roh, geistlich kalt und oberflächlich werden, daß uns der Anblick von Sünde nicht mehr berührt und wir gleichgültig werden.
Gott schaut vom Himmel auf der Menschen Kinder, daß er sehe, ob jemand klug sei, der nach Gott frage. Ps. 53:3.
Der Gottlose meint in seinem Stolz, er frage nicht darnach; in allen seinen Tücken hält er Gott für nichts. Ps. 10:4.
Keine Kommentare

Download als PDF







