Feb 19 2012
Integrität
“Ein Gerechter, der in seiner Unsträflichkeit wandelt – wohl seinen Kindern nach ihm! Sprüche 20:7.
Integrität oder Integration?
In der englischen King James Bibel befindet sich in anstelle des Worts “Unsträflichkeit” der Begriff “Integrität” – das einzige Mal, das dieses Wort in der Bibel verwendet wird. Heute wird viel von Integration geredet aber leider nicht von Integrität. Integration mutiert leider zur DDR-gemäßen zwangsweisen Umerziehung in politische Korrektheit, was dazu führt, daß Millionen von Menschen unfähig geworden sind, sich eine eigene Meinung zu bilden oder sich klar zum Glauben an Jesus zu bekennen. Integration ist nur gut, wenn wir integriert sind in Gottes Reich, Gottes Wort und Gottes Gemeinde. Integration bedeutet Eingliederung in ein größeres Ganzes. Wir als Nachfolger Jesu sind natürlich eingegliedert in den weltweiten Leib Christi, der sich manifestiert in einer lokalen christlichen Gemeinde. Da wo es nur wenige christliche bibeltreue Gemeinden gibt, haben sich Menschen abgesondert von Gottes Wahrheit. “Wer sich absondert, der sucht, was ihn gelüstet, und setzt sich wider alles, was gut ist.” Sprüche 18:1. Integration im Sinne von Treue zu Gott und zur Gemeinde Jesu ist richtig. Integration im Sinne von Weltkonformität ist unchristlich und verletzt auch unsere Grundrechte Freiheit des Glaubens, Gewissens, Rede, Meinung).
Mangelnde Konsequenz
Bundespräsident Wulff ist nun zurückgetreten aufgrund vieler Vorteilsnahmen, Unehrlichkeit und mangelnder Integrität. Natürlich ist Wulff auch Opfer der Medien und speziell der Bild-Zeitung. Je konservativer ein Politiker ist, desto mehr wird er von den liberalen Medien beäugt, zerpflückt und diffamiert. Je linksliberaler ein Politiker ist, desto mehr Narrenfreiheit überlassen ihm die Medien. Führende Mitglieder des früheren Schröder-Regimes wurden nie wegen ihrer linksextremen und teilweise gewalttätigen Vergangenheit in RAF-nahen Gruppierungen hinterfragt und zum Rücktritt bewegt. Wenn Wulff zurücktritt, dann muß eigentlich die restliche Politik auch zurücktreten, wenn man konsequent mit gleichem Maß mißt. Das Problem ist nicht das Vergehen eines einzelnen Politikers sondern der Mangel an Integrität im ganzen politischen System, das immer häufiger das Gute böse und das Böse gut nennt.
Unseriöse Medien
Es ist auch zu bezweifeln, ob es überhaupt eine Medienaffäre gibt. Niemand muß sich vor der Instanz der gottlosen BILD-Zeitung verantworten. Jeder Bürger soll das Recht haben, seine Privatsphäre vor den Sensationsreportern unseriöser und darüber hinaus übel pornografischer Schriften zu schützen. Jeder Bürger hat das Recht, das Vorgehen solch unseriöser Medien zu hinterfragen und angemessene rechtliche Schritte einzuleiten. Wenn solche Medien das gute Recht der Bürger als “Manipulation” darstellen, so zeigt dies von dem verdorbenen Charakter solcher Medien und ist ein weiterer Grund BILD nicht zu kaufen.
Als Christ will ich mir niemals ein BILD-Zeitung kaufen, denn das Geld, für das ich arbeite, ist mir zu schade, um es für solche Schmuddelzeitungen zu verschwenden. Wir sollen Gott auch mit unseren Einkünften ehren (Spr. 3:10). Die BILD-Zeitung ist eine falsche Autorität, der sich niemand unterwerfen soll. In die Frühstückpause der Menschen gehört die Bibel und ein gutes Andachtsbuch und kein Schmuddelblatt. Erbauliche Schriften sind wichtiger als BILD-Schund. Ich ging in einen kleinen Imbiss, um etwas zu essen und ich dachte mir, hier ist noch viel Potential für Jesus. Die Spielautomaten an der Wand müssen entfernt werden, um Platz für mehr Gäste zu schaffen. BILD und EXPRESS müssen weichen und durch einen christlichen Schriftenstand ersetzt werden. Ein paar Hefte “Entscheidung” von Geschenke der Hoffnung wären schon ein großer Fortschritt. Bier soll nicht mehr verkauft werden. Auf dem kleinen Fernseher in der Wandecke könnte BibelTV oder christliche DVDs (Das Licht der Welt, 180 Movie, Overruled, Octoberbaby, Left Behind, Die Passion Christ …) laufen. So könnten öffentliche Räume wirklich für das Gute benutzt werden. Wir alle haben den Job, unsere Kultur für Christus zu verändern. Es gibt alle Hände voll zu tun. Die Ressourcen sind da, nur die Logistik fehlt.
Gottes Wort dringend nötig
Der Rücktritt Wulffs und die selbstgerechte Heuchlerei seiner Kritiker verweist uns auf die zeitlose Aktualität der Bibel. Das Buch der Sprüche, was ein Weisheitsbuch für einen König ist, zeugt von der Gefahr des Geschenks, das das Recht beugt und manipuliert. Die Bibel ist so dringend nötig in allen Sitzungen unserer Politik. Aber unsere Politik ist erfüllt von Persönlichkeiten, die blinden Haß auf die Autorität der Bibel haben – besonders in den Reihen von Grünen, Linken und Piraten. Hier kommt es teilweise zu sehr extremen gottfeindlichen Positionen. “Böse Menschen verstehen das Recht nicht.” Spr. 28:5. Nur so ist zu erklären, daß Perverse immer mehr Freiheit bekommen, während anständige Menschen kriminalisiert, marginalisiert und unter Generalverdacht gestellt werden. Hoffentlich tut sich etwas gegen die seelenschädigende Sexualisierung von Kindern in Berlin, wo sich zur Zeit die Initiative Familienschutz bemüht, Gender-Propaganda namens “Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt” aus den Grundschulen zu entfernen. Hier werden Kinder als Zielscheibe für familien- und glaubensfeindliche Propaganda mißbraucht, während Eltern so entrechtet worden sind, daß sie noch nicht einmal etwas dagegen tun können. Dieses Land ist zu DDR-gemäß geworden und ist es eigentlich nicht mehr würdig, Bundesrepublik genannt zu werden, denn eine wahre Republik begnügt sich nicht damit, seine Rechte und Souveränität unter die Fuchtel der EU zu stellen und eine sozialistische Einstellung zu Familie und Bildung zu fördern.
Nur Konservativer akzeptabel
Ich kann nur einen christkonservativen Bundespräsidenten unterstützen, der sich gegen den säkularen Humanismus engagiert und niemals solch unsinnigen und unsittlichen Gesetze wie die Legalisierung von Prostitution, Homo-Ehe oder Spielhöllen. Wir brauchen keinen Ronald Pofalla sondern einen Ronald Paul. Keine Sarah Wagenknecht sondern eine Sarah Palin. Keine Merkel sondern eine Michelle. Kein Occupy Berlin sondern Tee Party.
Als Christ, der viele Jahre in den USA gelebt hat, sind für mich viele Themen hierzulande nicht mehr nachvollziehbar. Wo ist die öffentliche Empörung über das Sozialgesetzbuch, was uns zwingt, mit unseren Steuern für Abtreibungen zu bezahlen? Ich gehe doch arbeiten, um mit meinem Einkommen vielmehr die Bewahrung und Förderung des Lebensrechts zu unterstützen. Es ist eine fürchterliche Kontraproduktivität. Statt Krippenausbau sehe ich eher die Notwendigkeit im Ausbau von bezahlbaren Einfamilienhäusern. Wann wird die Mehrwertsteuer auf 10% gesenkt, um den privaten Konsum zu stimulieren? Wann wird das Grundgesetz revidiert, um die Ehe als Verbindung von Mann und Frau zu definieren? Wann wird Homeschooling legalisiert? Die einzige Energiewende, die ich brauche, ist die Wende beim Benzinpreis und den anderen fossilen Brennstoffen, die wir weiterhin benötigen werden. E-Autos sind zu teuer und erfordern den Ausbau billigen Atomstroms. Selbst wenn alle Bürger auf Esel, Pferdefuhrwerk und Ochsenkarren umsteigen, so würden sich grüne Fanatiker über den enormen Ausstoß von Methangas aufregen, durch die der Treibhauseffekt und die Erderwärmung beschleunigt würde. Solange ein Mensch am Leben teilnimmt, wird stets Energie verbraucht. Nur ein Toter verbraucht keine Energie. Die ganze grüne Idee mit all dem Klima- und Überbevölkerungswahn ist eine fürchterliche Ideologie der Misanthropie, die dem christlichen Glauben diametral entgeggensteht. Gott ist Urheber und Bejaher des Lebens. Durch seinen eingeborenen Sohn Jesus hat Gott uns den Weg zur Gemeinschaft mit Ihm bereitet, der durch die Sünde abgetrennt war. Weil ich nicht in meinen Sünden sterben und ewig verlorengehen will, ist es logisch, daß ich zu Jesus komme im Glauben, damit ich aus der Misere der Sünde rauskomme und wieder Hoffnung und Zugang zur Herrlichkeit Gottes habe.
Verlust an Integrität
Die Bibel spricht von dem Gerechten, der in seiner Unsträflichkeit wandelt. Dieser wird ein besonderes Erbe für seine Kinder und Kindeskinder hinterlassen. Kein finanzielles Erbe sondern vielmehr ein geistliches, geistiges Erbe, das künftige Generationen prägt. In den USA fiel mir auf, wie sehr die Generation, die im Zweiten Weltkrieg, mit größten Opfern den Sieg über Tyrannei und Unrecht erkämpften, ein Erbe hinterließen, das Respekt und Bewunderung hervorruft. Der Tod vieler Menschen dieser Generation ist ein enormer Verlust. Vor allen Dingen ein Verlust an Charakter, Beispiel, Glaube, intakten Familien. Mit den 60er Jahren begann der Anfang vom Ende – die sozialistische Umstrukturierung der Gesellschaft. Die Krise von heute ist vielmehr der Mangel an den christlichen Charaktereigenschaften der Menschen dieser vergangenen Zeit. Nichts ist fesselnder als die Erzählungen der Alten von den Tagen auf der Farm, in der Schule, wo auch Bibel gelesen und gebetet wurde, von den vielen kleinen Geschäften in Familienbesitz bis hin zu den Versammlungen eine bibeltreuen Gemeinde. Wir erleben den Anfang eines unwiderbringlichen Verlustes, sofern wir uns nicht rückbesinnen auf die alten Pfade (Jer. 6:16), die uns durch Gottes mitgegeben werden. Grund genug, auf BILD und anderen Schund zu verzichten und sich neu von Gottes Wort allein prägen zu lassen. Wahre Integrität erwächst aus einem biblischen Weltbild.
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