Mrz 31 2013

Ingo Breuer

Er ist nicht hier …

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Auf Grabsteinen an Friedhöfen sieht man häufig die Aufschrift „Hier liegt …“ oder „Hier ruht …“ Jesus Christus aber lag nur drei Tage in einem geliehenen Grab, das keine Aufschrift bedurfte, denn die Engel verkündeten den Frauen, die den Leichnam salben wollten: „Er ist nicht hier, denn er ist auferstanden.“ Jesus siegte über den Tod. Mohammed, Buddha und alle anderen sind tot, aber Jesus lebt hier und heute. Die Gräber von Menschen, die sich selbst zum Gott machten, werden verehrt. Sozialisten und Kommunisten huldigen ihren verstorbenen Führern in deren Mausoleen. In ihren haßerfüllten Tiraden schrien sie davon, daß Gott tot sei, aber der Tod hat sie selbst eingeholt. Das Grab Jesu ist aber leer, weil Gott ihn auferweckt hat von den Toten. Das ist das Zeichen Jonas. Tod, Begräbnis und Auferstehung ist das Prinzip hinter der weltweiten Flut Noahs. Tod, Begräbnis und Auferstehung ist das Prinzip hinter den jüdischen Frühlingsfesten (Passah, ungesäuerte Brote und Erstlingsgabe). Die späten jüdischen Feste sind das Sinnbild des Zweiten Kommens Christi, das wir erwarten. Jesus ist das wahre Passahlamm. So wie die Israeliten das Blut des Lammes an die Pfosten der Tür strichen, um vom Verderber der 10. Plage über Ägypten verschont zu bleiben, der alle Erstgeburt schlug, so muß bei uns das Blut Jesu angebracht sein, um uns vor dem Zorngericht über die Sünde zu verschonen. Das ist der Grund, warum Gott das Opfer Abels annahm, aber das Opfer Kains ablehnte: Abel brachte ein blutiges Opfer von seinen Schafherden. Kain opferte von den Früchten, die er anbaute. Vor Gott angenehm war aber das stellvertretende blutige Opfer, das auf den kommenden Sühnetod des Messias Jesus Christus hindeutete.

 Was bedeutet die Auferstehung Christi für uns heute?

 1. Die Gegenwart des lebendigen Christus

Für säkulare Menschen ist Jesus vielleicht noch eine historische Person, die für sie aber schon lange tot ist. Uns jedoch hat Jesus gesagt, daß er für alle Zeiten bei uns ist. Wo immer ich bin, kann ich mir gewiß sein, daß Jesus bei mir ist. Der auferstandene Christus sagt den Jüngern: „Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. “ Mt. 28:20. Jesus hat uns den Beistand des Heiligen Geistes gegeben, so daß wir heute mit Ihm und allen Gläubigen auf übernatürliche Weise verbunden sind. Durch den Geist ist Christus in uns. Das ist das Geheimnis des Neuen Testaments. Kolosser 1:27. Somit ist Jesus mehr als nur die Person, die vor 2000 Jahren wirkte. Er ist heute real und wohnt in den Herzen der Gläubigen (Römer 5:5, Eph. 3:17).

 2. Die Fürsprache des lebendigen Christus

Weil Jesus lebt und in den Himmel aufgefahren ist, sitzt er zur Rechten Gottes und tritt für uns ein (Rö. 8:34). Jesus tut also Fürbitte für uns vor dem Himmlischen Vater. Er ist unser Fürsprecher. Dessen müssen wir uns bewußt sein. Das ist es, was Jesus jetzt in diesem Moment tut. Würde es Sie nicht interessieren, zu wissen, was Jesus zum Vater sagt, wenn es um unsere Sorgen und Nöte geht? Wer einen solchen Fürsprecher im Himmel hat, sollte kein miesepetriger Pessimist sein. Gott kann immer das Unvorstellbare tun (Eph. 3:20).

 3. Die Kraft des lebendigen Christus

Gottes Kraft hat sich darin gezeigt, daß er Tote auferweckt. Die Kraft der Auferstehung (Phil. 3:10) erleben wir persönlich in der Bekehrung und in unserer persönlichen Beziehung und dem Wandel mit Jesus Christus. Eine Kraft, von der ein Mensch, der Jesus als Herrn ablehnt, nichts weiß oder versteht. Für den ist es eine Torheit, aber wir wissen um Gottes Kraft, die uns errettet hat aus unserem natürlichen verlorenen Zustand. Unsere Wiedergeburt ist etwas Übernatürliches (Joh. 3:3-7). Die Kraft der Auferstehung wirkt in den Gläubigen. Gott wirkt in uns und durch uns, wie wir in Kolosser 1:29 und in vielen anderen Stellen lernen. Lebensumstände, die wir allein nicht mit unserem Verstand verstehen, nutzt Gott durch Seine Kraft zu Seiner Verherrlichung. Die Kraft der Auferstehung werden wir letztendlich auch dann erfahren, wenn wir in Zukunft wie Jesus überkleidet werden mit einem unvergänglichen Leib (Phil. 3:20,21), der dem Auferstehungsleib des Herrn gleichgestaltet ist. Ich freue mich darauf, einen unvergänglichen Leib zu bekommen, der keine Zahn- oder Rückenschmerzen oder sonstige Formen von Leiden oder Vergänglichkeit kennt.

 4. Die Verheißung eines wiederkehrenden Erlösers

Für die säkularen Menschen ist Jesus nur eine tote historische Figur, die sie schon längst abgehakt haben. Wir wissen aber, daß Jesus von Ewigkeit zu Ewigkeit ist. Er war bei der Schöpfung dabei. Er erschien auf manche Weise in den Zeiten des Alten Testaments. Gott wurde Mensch in Ihm (Phil. 2:1-11). Er wirkt heute in und durch die Gemeinde Jesu. Er wird wiederkommen. Die Auferstehung ist Grundlage dafür, daß wir Jesus auch als siegreichen König und Bräutigam der Gemeinde erwarten können. Die Welt wünscht sich manchmal, daß die „rückständigen Christen” verschwinden würden. Nun, der Wunsch wird erfüllt. Alle Christen werden verschwinden, wenn der Herr Jesus kommt, und die Gläubigen aus dieser Welt hinwegnimmt zu sich, um das Hochzeitsmahl das Lammes Gottes zu halten (1. Thess. 4:13-18). Die Zeit ohne Christen wird aber eine Zeit der Drangsal sein und kein Vergnügungsspaziergang. All die schrecklichen Ereignisse der Offenbarung werden sich in dieser Zeit ereignen. Eine antichristliche Tyrannei macht die Welt zu einem globalen Gefängnis statt zu einer Welt voll Frieden und Sicherheit. Ein Zivilisation ohne ein christliches Fundament ist eben nicht zivilisiert. Die arabische, russische, chinesische Welt muß dies zur Zeit auf schmerzlichste Art und Weise erfahren: Anstatt Freiheit herrschen dort Gewalt, Gier, Anarchie, Armut, Ein-Kind-Politik und Unterdrückung, weil Menschen sich weigern, ihr Leben ganz persönlich Jesus Christus zu übergeben und Seinem Wort zu folgen. Aufgrund der Auferstehung haben wir aber Hoffnung, daß Jesus uns aus dieser gegenwärtigen, argen Welt herausrettet und uns vor dem Zorngericht bewahrt (1. Thess. 5:9,10). Für die säkularen Menschen geht die Zeit immer weiter ohne Ende. Sie reden manchmal von „Zeitenwenden“. Aber wir wissen, daß Himmel und Erde vergehen werden und daß die Zeit einmal nicht mehr sein wird. Deshalb ist es wichtig, daß wir vorbereitet sind auf den Himmel. Wir fürchten keinen Weltuntergang, weil wir dann nicht da sind, sondern freuen uns auf einen Neuen Himmel und eine Neue Erde, weil wir wissen, daß Gott alles neu macht. Christen haben aufgrund der Auferstehung eine völlig andere Zukunftserwartung als säkulare Menschen, die resigniert meinen, mit dem Tod sei alles aus. Wir sind keine negativen Pessimisten, sondern Optimisten, die wissen, daß Gott einer ist, der das Beste zum Schluß aufbewahrt wie bei der Hochzeit von Kana (Johannes 2:10).

Er ist nicht hier

In einer alten christlichen Karikatur sah man ein frohen Engel neben dem leeren Grab Christi, der die Botschaft verkündigt „Er ist nicht hier“.  Im Bild daneben war ein betrübter Engel neben einer Kirche zu sehen mit den Worten, „Er ist auch nicht hier“. Da wo die Botschaft der Bibel verdrängt wurde, durch moderne Erfindungen oder ein anderes Evangelium, da ist Jesus nicht zu finden. Wenn Jesus an der Tür deines Herzens anklopft, dann zögere nicht, sondern öffne Ihm und lade Jesus in Dein Leben ein, indem du deine Sünde bereust und an Ihn glaubst als den, der für Dich starb am Kreuz und auferstanden ist von den Toten (Offb. 3:20).

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