Apr 22 2017

Ingo Breuer

Ein breites Bündnis

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Häufig ist die Rede von einem „breiten Bündnis“, das sich aufstellt, um gegen irgendwelche politisch inkorrekten Ansichten zu demonstrieren. Selbst viele in den linksliberal orientierten Amtskirchen machen da in vorauseilendem Gehorsam mit. Solche „breiten Bündnisse“ sind teilweise mit gewaltbereiten Linksradikalen und kommunistischen Sympathisierern unterwandert. So waren etwa die „breiten Bündnisse“ zur Zeit der Friedensbewegung Anfang der 1980er Jahre von Moskau gelenkt worden durch den Weltfriedensrat. Moskau nutzte dies, um sich den militärischen Vorsprung abzusichern, den die UdSSR erreicht hatte. Ich frage mich aber, braucht ein Christ überhaupt ein „breites Bündnis“? Da kommen allerlei Grüppchen und Vereine zusammen, die meinen, sie würden etwas Gutes tun, aber die haben ihre Ziele vorher nicht am Maßstab des Wortes Gottes geprüft. So hege ich den Verdacht, daß viele ihre Energie für sinnlosen Aktionismus vergeuden.

Biblisch gesehen sind es die Gottlosen, die sich in breiten Bündnissen organisieren. Da sie keine Verbindung zu Gott haben, suchen sie nach Sicherheit in der Masse. Wer keinen persönlichen Bund mit Gott hat, der verstrickt sich in Bündnissen mit Menschen.

Den Bösen hilft nichts, wenn sie auch alle Hände zusammentäten; aber der Gerechten Same wird errettet werden. Sprüche 11:21.

Ein stolzes Herz ist dem HERRN ein Greuel und wird nicht ungestraft bleiben, wenn sie gleich alle aneinander hängen.Sprüche 16:5.

Wer Böses tut, der kann sich nicht damit rechtfertigen, daß es „alle machen“. Viele Menschen versuchen, die Realität der Sünde abzustreiten, indem sie ich in die Masse flüchten. Kennen Sie Ausagen wie: „Das hat es doch schon immer gegeben,“ Die anderen machen das auch schon längst,“ „Die Zeiten haben sich geändert,“ „in anderen Ländern wird das schon längst so gemacht,“ „Laut einer aktuellen Umfrage ist die Mehrheit …“ Gott sagt, daß solche Ausreden unklug sind. Letztendlich werden wir doch der Gerechtigkeit zugeführt und werden vor seinem Gericht stehen. Dann nützen uns unsere breiten Bündnisse nichts, selbst wenn sich alle gegen Gott verbünden würden.

Immer wieder werden in der Bibel Ereignisse beschrieben, wo sich die Heidenvölker gegen Gott, die Gemeinde Jesu und Sein Volk Israel verbünden. Etwa in Psalm 2 ist davon die Rede: Die Könige der Erde lehnen sich auf, und die Herren ratschlagen miteinander wider den HERRN und seinen Gesalbten: „Lasset uns zerreißen ihre Bande und von uns werfen ihre Seile!“ Psalm 2:2,3. Ist Gott beeindruckt von solchen breiten Bündnissen. Nein. Im Gegenteil: Er lacht und spottet darüber, lesen wir im 2. Psalm.

Jesus warnt vor dem breiten Weg und der weiten Pforte: Gehet ein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis abführt; und ihrer sind viele, die darauf wandeln. Und die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind ihrer, die ihn finden. Mt. 7:13,14.

Die Schlacht von Armageddon wird hervorgerufen durch ein breites Bündnis gottloser Nationen: „Und ich sah aus dem Munde des Drachen und aus dem Munde des Tiers und aus dem Munde des falschen Propheten drei unreine Geister gehen, gleich den Fröschen; denn es sind Geister der Teufel, die tun Zeichen und gehen aus zu den Königen auf dem ganzen Kreis der Welt, sie zu versammeln in den Streit auf jenen Tag Gottes, des Allmächtigen. Siehe, ich komme wie ein Dieb. Selig ist, der da wacht und hält seine Kleider, daß er nicht bloß wandle und man nicht seine Schande sehe. Und er hat sie versammelt an einen Ort, der da heißt auf hebräisch Harmagedon. Offenbarung 16:14-16. In Hesekiel 38,39 ist zu erkennen, daß es sich hierbei auch um ein Bündnis zwischen Rußland und seinen islamischen Verbündeten handeln kann. Geopolitisch sollten wir also solche Bündnisse nicht gutheißen und zusehen, daß unsere Wirtschaft nicht mit denen verstrickt ist.

Selbst zum Ende der 1000jährigen Herrschaft Christi verbünden sich die Gottlosen wieder in einem breiten Bündnis gegen den Herrn Jesus: Und wenn tausend Jahre vollendet sind, wird der Satanas los werden aus seinem Gefängnis und wird ausgehen, zu verführen die Heiden an den vier Enden der Erde, den Gog und Magog, sie zu versammeln zum Streit, welcher Zahl ist wie der Sand am Meer. Und sie zogen herauf auf die Breite der Erde und umringten das Heerlager der Heiligen und die geliebte Stadt. Und es fiel Feuer von Gott aus dem Himmel und verzehrte sie. Und der Teufel, der sie verführte, ward geworfen in den feurigen Pfuhl und Schwefel, da auch das Tier und der falsche Prophet war; und sie werden gequält werden Tag und Nacht von Ewigkeit zu Ewigkeit. Offenbarung 20:7-10.

Unsere Zuflucht und Sicherheit liegt nicht in Zahlen sondern in Gott. Das ist der Grund, warum Gott es dem König David als Sünde anrechnete, das israelische Heer zu zählen. David setzte seine Zuversicht auf die „guten Zahlen“, die zahlenmäßige Stärke seines Heeres, und nicht auf Gott. „Und der Zorn des HERRN ergrimmte abermals wider Israel und er reizte David wider sie, daß er sprach: Gehe hin, zähle Israel und Juda!“ 2. Samuel 24:1

Die Siege, die David errungen hatte, beruhten nicht auf zahlenmäßiger Überlegenheit. Gott schenkt Siege, auch wenn das Heer in der Unterzahl ist. Der zahlenmäßig überlegene Feind wurde besiegt, weil die Furcht Gottes auf ihn viel. Etwa im Fall von Gideon als er gegen die Midianiter kämpfte, versammelten sich zuerst 32.000 Kämpfer. Gideon hätte sich über das große Heer freuen können, aber Gott sagte, daß es zu viele waren. Deshalb schickte Gideon erstmal alle nach Hause, die furchtsam sind. 12.000 Leute verließen die Gruppe. Aber Gott sagte, daß es immer noch zu viele waren. Deshalb unterzog Gideon die übrigen 10.000 einem Test. Nur die 300 Mann, die beim Trinken das Wasser aus der Hand leckten, durften zum Kampf. Diese blieben wachsam und situationsbewußt. Diejenigen, die direkt aus dem Gewässer getrunken haben, neigten den Kopf nach unten und waren sich ihrer Situation nicht mehr bewußt, weil sie in dem Moment nicht wachsam blieben. Gott ging lieber mit 300 mutigen und wachsamen in den Kampf als mit 32000, die furchtsam und nicht vorbereitet sind.

Gott rettet nicht durch Massen und breite Büdnisse. Gott rettet durch wenige, die exzellent sind. Gott rettet durch Einzelne. Gott rettet durch seinen eingeborenen Sohn Jesus Christus, den vesprochenen Messias. „Einem Könige hilft nicht seine große Macht; ein Riese wird nicht errettet durch seine große Kraft. Rosse helfen auch nicht, und ihre große Stärke errettet nicht.“ Psalm 33:16,17.

Wir müssen uns in bewußt sein, daß sich Mehrheiten irren können. Nur weil die Mehrheit für etwas ist, heißt nicht, daß es das Richtige ist. Es ist keine Tugend in der Mehrheit. Christen haben eher die Charaktereigenschaft allein zu stehen statt sich in breite Bündnisse zu organisieren.  Wir brauchen uns auch nicht vor noch so breiten Bündnisssen zu fürchten. Da wir im Bund mit Gott stehen, können wir hier auch allein stehen. In vielen Situationen muß man allein stehen können und sich nicht als „Teil der Masse“ verhalten. Ein christlicher Schüler geht jeden Morgen in die Schule und weiß, daß er für Schöpfung, für biblische Werte und für den Glauben steht und widersteht dem allgemeinen Drall zu Atheismus, Gender, Evolution, Sozialismus, Klimalüge, Abtreibung als Menschenrecht und all der andere ideologische Müll mit dem Kinder alltäglich zugebombt werden und zu politisch korrekten Robotern programmmiert und aufgezogen werden.

Am Kreuz war Jesus allein. Da war kein breites Bündnis mehr da, das ihm geholfen hat. Wir müssen uns auch wappnen, allein durch eine Situation zu kommen und müssen uns selbst in Gott ermutigen wie David es tat: Und David war sehr geängstet, denn das Volk wollte ihn steinigen; denn des ganzen Volkes Seele war unwillig, ein jeglicher um seine Söhne und Töchter willen. David aber stärkte sich in dem HERRN, seinem Gott, 1. Sam 30:6.

Wenn wir um Bund mit Gott sind, dann brauchen wir unsere Stärke nicht in menschlichen Bündnissen zu suchen. Wir rechtfertigen unser Verhalten nicht aufgrund dem, was ein breites Bündnis für richtig hält sondern aufgrund dem, was Gott uns in Seinem Wort sagt. Und dann bleiben wir auf dem Wort stehen, selbst wenn sich die Kirche, die Politik, die Medien, die Wirtschaft noch dagegen verbündet.

Wie Josua müssen wir uns entscheiden, allein zu stehen: Gefällt es euch aber nicht, daß ihr dem HERRN dient, so erwählt euch heute, wem ihr dienen wollt: den Göttern, denen eure Väter gedient haben jenseit des Stroms, oder den Göttern der Amoriter, in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus wollen dem HERRN dienen.  Josua 24:15.

Josua hat seine Entscheidung gemacht. Er und seine Familie dienten dem Herrn. Seine Entscheidung war fest und hing nicht davon ab, was „die anderen“ machen oder was „mehrheitsfähig“ war. Er machte keinen faulen Kompromiß, um den Leuten zu gefallen. Wenn die Mehrheit im Unrecht liegt, dann ist der Alleingang rechtens.

 

 

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