Aug 05 2017

Ingo Breuer

Charlie Gard ist Opfer der „Kinderrechte“-Ideologie

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Der 4. August wäre der 1. Geburtstag von Charlie Gard gewesen, wenn er nicht in einem britischen Krankenhaus zu Tode gekommen wäre. Gegen den Willen der Eltern hat das Londoner Krankenhaus Great Ormond Street Hospital weitere Behandlungen ausgesetzt, die Freizügigkeit von Eltern und Kind gerichtlich ausgesetzt und das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit ausgesetzt, um angebliche „Kinderrechte“ zu verwirklichen. Das vermeintliche „Kinderrecht“ wurde so realisiert, daß dem Kind eine lebensrettende Behandlung verweigert wurde und es zum Sterben ausgeliefert wurde durch unnötige Rechtsstreitereien seitens des Krankenhauses gegen die Rechte der Eltern. Charlie Gard litt an einer mitochondrialen Erkrankung und wurde an ein Beatmungsgerät angeschlossen.

Das ist der Schlamassel, den all die Länder haben, die sich dazu einlullen ließen, die UN-Kinderrechtekonvention zu unterschreiben, welche letztlich Kinder zum Mündel des Staates machen. Juristisch gesehen, haften Eltern somit nicht mehr für die Kinder. Würden Eltern ihre Kinder disziplinieren, so würden sich die Eltern strafbar machen. In einem Land, in dem Gerechtigkeit durchgesetzt wird, müßte der Staat auf Seiten der Eltern sein. Der Staat soll ja dazu da sein, daß Gute zu fördern und das Böse zu strafen. Heute wird aber das Böse gefördert und die Guten bestraft, weil die postchristlichen Karrieristen kein Konzept von Gut und Böse haben, weil ihnen die Bibel nicht vermittelt wurde. Das ist ein eklatantes gesellschaftliches Manko.

Der Fall des jungen Charlie Gard zeigt, daß wir uns am besten schnellstens von dem UN-Konzept der Kinderrechte verabschieden. Es ist ein Konstrukt von Sozialisten, die von ihrem marxistischen Haß auf die traditionelle Familie beseelt sind. Im Grund genommen sind Kinderrechte nichts anderes als Diskriminierung von Eltern und Kindern und eine Form von staatlicher Einmischung in das Zuhause, die in westlichen Ländern nicht rechtens ist. Der Kalte Kriege ist eben noch nicht vorbei. Er läuft weiter als Kulturkrieg und seit Schröder und Merkel sind wir auf dem Weg uns selbst eine Union der sozialistischen Staaten Europas aufzubauen, die sich zwar marktwirtschaftlich finanziert – jedoch unter Staatsaufsicht (VW, EADS …) – aber letztlich ein marxistisches Verständnis hat. Der Haß auf Gott und Familie ist zum Leitmotiv der Politik geworden. Gender-Ideologie wird nun in die Schulen geschleust, um auch die Kleinsten in unserer Gesellschaft damit zu versauen.

Charlie Gard starb als Opfer eines Machtkampfes. Geld war nicht das Problem. Die Eltern hatten Spenden gesammelt von ca. 1,5 Millionen Dollar, um dem Kind eine experiementelle Behandlung etwa in den USA zu ermöglichen. Aber das Londoner Krankenhause wurde zum Patientengefängnis, weil sich die Krankenhausverwalter als Vertreter der „Rechte“ von Charlie Gard sahen. Solchen Unfug muß man sich mal schnell europaweit aus dem Kopf schlagen. Nur weil das Krankenhaus recht behalten wollte, wurde eine wirklich lebensrettende Behandlung verschleppt bis das es auch dafür zu spät war. Charlie Gard starb, weil heute sich im Sinne der „Kinderrechte“ andere Institutionen rechtlich für das „Kindeswohl“ einschalten wollen statt der Eltern. Es ist aber auffällig, daß besonders Eltern, die sehr vorbildlich ihre Aufgabe erledigen immer wieder ins Visier der Bürokraten kommen und Familien durch solch anmaßendes Verhalten wie des Great Ormond Street Hospitals zerstört werden.

Es ist am besten, wenn Eltern Entscheidungen für die Kinder machen anstatt irgendwelche Orwellianischen Institutionen. Für solche Beamte sind die Kinder letztlich Fremde und nicht verwandt. Gott hat die Eltern dazu eingesetzt, als Verantwortliche für Kinder da zu sein. Ein Staat, der die Aufgaben der Eltern selbst bekämpft, maßt sich eine Rolle an, die ihm nicht zusteht. Es werden unnötige Bürokratien und Strukturen aufgebaut, die Stuergelder verschwenden, die eigentlich für Straßen, Brücken, Polizei und Verteidigung notwendig sind. Wenn Eltern ihre Aufgabe so erledigen, wie die Bibel es sagt, dann kann als zusätzlicher Nutzen die Polizei in einer Generation wesentlich entlastet werden, weil weniger Kriminalität durch den Effekt von mehr wiedergeborenen Christen.

Es geht auf die Bundestagswahl an. Welche Partei hat ein konservativ-christliches Verständnis von den Rechten der Eltern? Wieviele Politiker sind informiert über die Gefahr von Kinderrechten. Ich selber hatte das Privileg schon vor 22 Jahren mit der John Birch Society Kontakt zu pflegen, so daß ich bereits früh Informationen hatte. Als Einzelner habe ich diese 22 Jahre intensiv genutzt, um diese Informationen auch an deutsche Politiker weiterzuleiten. William Norman Grigg hatte da 1995 schon ein gutes Buch geschrieben mit dem Titel „Family on the Altar: The UN’s Crusade Against God and Family“, indem klar enthüllt war, daß die Kinderrechte einen Keil zwischen Eltern und Kinder treiben sollen und ein Instrument von Behörden sind, die totale Kontrolle über die Kindheit zu erlangen.

Die Tatsachenverdreher in den Medien versuchen die Leute immer wieder für die „Kinderrechte“ zu gewinnen durch künstliches Mitleid, Effekthascherei und Sentimentalität. Von solchen Botschaften sollte man sich nicht einfangen lassen. Am besten aus den Massenmedien komplett aussteigen und sich alternative konsequent konservative, christliche Quellen suchen.

Aus dem Fall von Charlie Gard müssen wir lernen, um wieder klar in der Gesetzgebung verankert zu haben, daß Eltern zuvörderst für ihre Kinder da sind und keine staatlichen Ersatzinstitutionen, die uns an die DDR erinnern. Wir müssen in der Zeit nur weit genug zurück gehen und sehen: Es funktioniert! Wir müssen nur die gesetzgeberischen Fehler der letzten Jahre rückgängig machen und die Rechtsprechung ändern. Mehr nicht! Die Ratifizierung der UN-Kinderrechtekonvention sollte rückgängig gemacht werden.

 

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