Apr 23 2018

Ingo Breuer

Warum die Bundeswehr keine „Militär-Imame“ braucht:

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Ein Leserbrief zu diesem Artikel: https://www.die-tagespost.de/politik/pl/Ehrenamt-Militaer-Imam;art315,187236

Für mich ist nicht wirklich nachvollziehbar, daß es bei der Bundeswehr irgendwelche Imame geben soll. Das halte ich für ein falsches Signal, ganz egal ob diese nun ehrenamtlich oder hauptamtlich tätig sind. Schließlich gibt es ja auch viele freikirchliche Christen. Diese haben keine militärseelsorgerlichen Angebote. Warum sollte es dann für eine Minderheit islamischer Soldaten ein Privileg geben? Die Allgemeinheit kann und soll dafür auch nicht zahlen. Das würde gegen jeden Sinn von Fairneß und Gegenseitigkeit verstoßen.

Was wäre, wenn ich als Christ in der Türkei lebe. Welche Art von Zugang zu christlicher Militärseelsorge hätte ich da, wenn ich in der türkischen Armee diente? Da fängt Gegenseitigkeit an und hier stehen islamsiche Länder unter Zugzwang zu liefern. Religionsfreiheit zu liefern. Solange der amerikanische Pastor Andrew Brunson bei unserem NATO-Partner Türkei als Geisel im Gefängis sitzt ohne handfeste Anklage, muß der DITIB und dem Zentralverband der Muslime klar kommuniziert werden, daß eine Art islamischer Militärseelsorger hier völlig undenkbar und völlig vom Tisch ist. Hier muß dem Moslem erstmal das Prinzip von Fairneß und Gegenseitigkeit einleuchten: Deutschland ist keine Cafeteria, wo man sich Privilegien und Ansprüche servieren läßt, aber selber in der Heimat wird jede Hoffnung auf Religionsfreiheit mit Füßen getreten – von Privilegien und Ansprüchen ganz zu schweigen. Diese selbstherrliche, überhebliche und arrogante Art der Vertreter des Islams ist ein Problem. Ein weiteres Problem ist die Garantie unserer nationalen Sicherheit und die Frage der gespaltenen Treue. Wenn z. B. die DITIB einen ehrenamtlichen Militärseelsorger stellt, dann besteht die Gefahr, daß dieser auch zum Spitzel und Agitator für machtpolitische Interessen islamischer Länder wird. Wollen wir das wirklich zulassen? Die Imame müssten also einem lückenlosen Vetting-Prozeß standhalten und ansonsten ausgewiesen weren. Sie dürfen keinerlei Zugang zu sensiblien Informationen bekommen und dürfen die Moral unserer Soldaten nicht mit Lügenpropaganda schwächen. Selbst bei islamsichen Soldaten stellt sich die Frage: Wem schwören sie letztendlich die wirkliche Treue: dem Grundgesetz oder einer islamsichen Vereinigung oder Bruderschaft im Ausland? Wir dürfen unserere Truppe nicht von innen zersetzt, unterwandert oder gefährdet werden lassen. Stellen wir uns etwa einen Einsatz in Syrien vor. Wo liegen dann die Loyalitäten islamsicher Soldaten? Wir wollen kein Fort Hood-Massaker, wo ein Soldat mit seiner gespaltenen Loyalität durchknallte und unendliches Leid versursachte. Von einem Soldaten muß zweifellos gesagt werden können, daß er Deutschland dient und nicht im Zweifelsfalle doch der Muslimbruderschaft oder Erdogans Regime. Letzten Endes zeigt sich hier auch wieder klar: Der Islam ist eben doch nicht Teil Deutschlands. Der Islam ist kein Religion wie das Christentum sondern auch ein politisches Bekenntnis, das eine Gefahr für unsere nationale Sicherheit und unser Demokratieverständnis ist. Daher müssen jetzt auch Politiker vor die Kamera, die ganz mutig und polemisch – wie einst Franz-Josef Strauß – klar undd deutlich ausschließen, daß es irgendwelche islamsichen Militärseelsorger gibt. Ein konservatives Machtwort ist da angebracht.

Ps: Ein Anruf bei der türkischen Botschaft in Washington mit Appell zur Freilassung von Pastor Andrew Brunson:

 

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